faktor-Redakteurin mit Alexanderpreis ausgezeichnet

© Corinna Morys-Wortmann
Text von: redaktion

Claudia Krell erhielt für ihren Beitrag über die Göttinger Stammbuchkupfer “Der Freundschaft ein Denkmal gesetzt“ den zweiten Preis. Der Artikel über die Zeugnisse der frühen Jahre der Georg-August-Universität Göttingen war in der Frühjahrsausgabe des faktor-Magazin 2012 erschienen.

Im sehr gut besuchten Keller des Deutschen Theaters wurden am Samstag, den 9. Februar, die Alexanderpreise im Jahr 2013 verliehen.

Erstmals nach über 15 Jahren gab es wieder einen geteilten ersten Preis: die Berliner Jornalistin Deike Diering und die Göttinger Journalistin Katharina Klocke erhielten beide den ersten Preis.

Der zweite Preis ging an die Göttinger Journalistin Claudia Krell.

Der Kuratoriumsvorsitzende Jens Wortmann begrüßte die zahlreichen Gäste. Er verwies auf den Stiftungsgedanken von Wolfgang Alexander, Texte auszuzueichnen, die sich thematisch mit fast vergessenen und bisher übersehenen Themen beschäftigen. „Wir dürfen nicht vergessen, sondern müssen auf diese Themen achten und sie in den Vordergrund holen“, so Wortmann. Genau das sei den drei Preisträgerinnen gelungen.

Laudator und Jurymitglied Heinz Peter Lohse (Braunschweiger Zeitung) begründete die Preisverleihung an Claudia Krell: „Universität und Stadt haben schon immer voneinander profitiert. Ein schönes Beispiel dafür sind die Göttinger Kupfer. Wie hier andere Berufszweige – die Kupferstecher und Drucker – und nicht zuletzt auch die Stadt Göttingen durch eine Mode unter Studenten bekannt werden, daran erinnert die Geschichte „Der Freundschaft ein Denkmal gesetzt“ von Claudia Krell.

Veröffentlicht wurde die Geschichte im faktor-Magazin, in der ersten Ausgabe des vergangenen Jahres. Der Anlass für Claudia Krell waren einerseits die Feierlichkeiten zum 275-jährigen Bestehen der Universität im vergangenen Jahr, andererseits die aktuelle Forschung. Stammbuchkupfer werden heute gesammelt und durch die SUB der Öffentlichkeit zugänglich macht. So kann man inzwischen schöne Beispiele im Internet-Portal ‚Kulturerbe Niedersachsen‘ anschauen.

Claudia Krell hat diese Geschichte mit einer kurzen Einführung über das Festjahr der Uni, „Exzellent seit 1737“, und dem Bezug zur aktuellen Forschung, „Für die Zukunft bewahrt“, zu einer kleinen Trilogie der Göttinger Universitäts- und Stadtgeschichte verwoben.“

Krell freute sich besonders über diesen Preis, weil es damit ein gelungener Abschied aus Göttingen ist. Sie verlässt diese Stadt in Richtung Berlin.

Den ersten Preis teilten sich Deike Diening und Katharina Klocke. Diening widmete sich einem genealogischen Thema und erhielt für ihren Text „Ahn und Ähnlichkeit“ den ersten Preis. Der Artikel erschien im Berliner Tagesspiegel. Katharina Kocke schrieb in der Reihe „Zeitreise“ über die Entstehung der Städtepartnerschaft zwischen Göttingen und Thorn. Ihr Text erschien in zwei Teilen im Göttinger Tageblatt.

Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung durch Olaf Tietz (Gesang) und Bernd Eberhardt (Klavier). Tietz beeindruckte durch seine Interpretation von Liedern und Texten von Christian Morgenstern, Zarah Leander, Heinrich Heine und den Comedian Harmonists.