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Text von: Kristin Stelling

Lagerarbeiten sind nur etwas für ungelernte Kräfte? Von wegen! Fachkräfte für Lagerlogistik sorgen dafür, dass Millionen von Gütern in die Welt gelangen. Und das nach einem System, das wirtschaftlich, fristgerecht und reibungslos funktioniert.

Was passiert eigentlich, sobald man beim Online-Shopping auf den ,Bestellen‘­-Button klickt? Nun, es werden eine ganze Menge Schritte ausgelöst. Und in jedem Fall wird deine Bestellung irgendwann bei einer Fachkraft für Lagerlogistik landen. Derjenige weiß ­sofort, was zu tun ist, damit deine bestellten Waren möglichst schnell bei dir ankommen. Nach einer Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik weißt auch du, wie alle Waren fachgerecht und sicher verstaut werden, damit sie bei Bedarf schnell eingesammelt, verpackt und transportiert werden können.

Da du in diesem Beruf in zum Teil riesigen Lagerhallen arbeitest, ist sehr viel Sorgfalt und Organisationstalent gefragt. Erfüllst du diese Grundvoraussetzungen, ist schon einmal ein wichtiger Schritt getan. Außerdem brauchst du einen Schul­abschluss, und zwar egal, welchen. Wichtig dabei ist nur, dass du gute Deutsch- und Englischkenntnisse vor­weisen kannst, um dich auch mit ausländischen Lieferanten verständigen zu können, falls diese die deutsche Sprache nicht beherrschen. Ansonsten brauchst du auch noch ein Händchen für die Grundrechenarten und musst mit Computern umgehen können, um schnell nach den Waren, die geordert wurden, suchen zu können. Wenn du die Mindestvoraussetzungen erfüllst, kannst du diese dreijährige duale Ausbildung – also eine Ausbildung, in der Schulunterricht und Betriebsarbeit anstehen – beginnen.

Du darfst dir die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik nicht so vorstellen, dass man dir nur zeigt, wie man Waren mit dem Gabelstapler in ein Regal schiebt. Du wirst in den drei Jahren deiner Ausbildung lernen, wie man Lieferungen entgegennimmt und mithilfe der Belegpapiere Mengen, Quali­tät und die sachgerechte Verpackung kon­trolliert. Zudem wird dir beigebracht, wie man die Waren richtig transportiert und für eine schnelle Weiterleitung vorbereitet. So teilst du Waren, die nur kurzfristig gelagert werden (etwa für einen Tag), einem schneller zugänglichen Lagerort zu, als Waren, die in einem großen Bestand vorrätig sind und darauf warten, Stück für Stück abgeholt zu werden.

Eventuell wirst du auch so manch giftige Stoffe oder schnell verderbliche Güter wie Lebensmittel bearbeiten und musst entsprechende Lagerbedingungen vorbereiten, aber das hängt dann natürlich von deinem Ausbildungsbetrieb ab.

Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 580-800 Euro
2. Ausbildungsjahr: 650-850 Euro
3. Ausbildungsjahr: 840-930 Euro
Einstiegsgehalt: 1.800–1.900 Euro (Brutto)