Fachkräftemangel

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Text von: redaktion

Etwa 400.000 Fachkräfte fehlen der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr laut Schätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Ein Drittel der Unternehmen könne derzeit offene Stellen zumindest teilweise nicht besetzen, warnte der DIHK unter Berufung auf eine Befragung von knapp 20.000 Firmen. Das sind doppelt so viele wie vor zwei Jahren. Vor allem Techniker, Ingenieure, Industriemeister und Mechatroniker fehlen dem Land laut DIHK-Geschäftsführer Martin Wansleber.

Allein zwei Drittel der Maschinenbauer hätten Probleme, geeignete Kandidaten für offene Stellen zu finden. In den Branchen Elektrotechnik, Auto, Medizintechnik, Pharma und Metallerzeugung ist jeder zweite Betrieb von der Misere betroffen. Im EU-Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte gerate Deutschland nun zunehmend ins Hintertreffen.

„Der volkswirtschaftliche Schaden ist immens. 23 Milliarden Euro Wertschöpfungsverzicht bedeuten in diesem Jahr rein rechnerisch einen Wachstumsverlust von einem Prozentpunkt“, so Wansleben.

Laut manager-magazin melden rund 54 Prozent aller befragten Betriebe Engpässe bei technisch versierten Fachkräften und Ingenieuren. Fast die gesamte Metallerzeugerbranche, knapp 95 Prozent der Maschinenbauer und 90 Prozent der Fahrzeugbauer finden keine Fachleute aus technischen Berufen.Foto: sxc.hu