Fachkräftemangel belastet Führungskräfte

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Text von: Redaktion

Nach den Ergebnissen einer dem Wirtschaftsmagazin Capital exklusiv vorliegenden Umfrage des Deutschen Führungskräfteverbands (ULA) beklagen mehr als die Hälfte der 1000 befragten Teilnehmer den Mangel an Fachkräften in ihrem Unternehmen.

Besonders groß ist der Bedarf in der Metall-, Stahl- und Elektrobranche. Neun von zehn Führungskräften leiden unter dem Fachkräftemangel. Nur 30 Prozent sind der Meinung, dass der Gesetzgeber den Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland erleichtern solle. Demgegenüber fordern 90 Prozent der Befragten, dass der Staat Investitionen in Schulen, Hochschulen und Berufsausbildung erhöhen muss.

„Die Teilnehmer der Umfrage sind offenbar nicht der Meinung, dass Zuwanderung die einzige verbliebene Option zur Lösung des Fachkräftemangels ist“, sagt Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes (ULA).

Rund 80 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage des Deutschen Führungskräfteverbands geben an, dass durch den Fachkräftemangel Mehrarbeit in großem Umfang anfällt. „Auf den verbliebenen Führungskräften lastet ein massiver Leistungsdruck“, so Ramme.