Exzellenzcluster “Functional Biodiversity Research“

© Georg-August-Universität
Text von: redaktion

Welche Rolle spielen die Häufigkeit und die Zusammensetzung der Arten bei der Funktion von Ökosystemen? Diese Frage untersuchen derzeit Wissenschaftler aus der Agrar-, Forst- und Biologischen Fakultät der Universität Göttingen im Exzellenzcluster.

Die Forscher haben herausgefunden, dass die Pflanzenvielfalt im Grünland stark abgenommen hat. Auch die Zusammensetzung der Pflanzengesellschaft hat sich im Laufe der Jahre verändert.

Das gilt ebenfalls für die Insektenfauna: Auch hier haben die Forscher einen Rückgang der Individuenzahlen bei den meisten untersuchten Insektenarten festgestellt.

Untersucht wird ebenfalls, wie sich die intensive Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden auf verschiedene Pflanzenarten und auf Bodenprozesse auswirkt.

Ob sich die Produktionsleistung durch Mischungen ohne Düngung erhöhen lässt, wird mithilfe von Baumpflanzungen unterschiedlicher Herkunftsorte getestet.

Außerdem wollen die Fachleute die Diversitätsverluste und Landschaftsnutzungsänderungen in den wichtigsten Ökosystemen der norddeutschen Kulturlandschaft untersuchen.

Mittelfristig wollen die Forscher weitere Artengruppen und zusätzliche Lebensräume in die Untersuchungen mit einbeziehen.

Das seit 2008 bestehende Exzellenzcluster wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem „Niedersächsischen Vorab“ für fünf Jahre mit insgesamt 3,7 Millionen Euro gefördert.