Expertenvortrag zur Vorsorgevollmacht

Text von: redaktion

Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende bietet am Dienstag, 5. Juli 2011, von 17 bis 18.30 Uhr einen Expertenvortrag zum Thema “Was sollte bei Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung beachtet werden?“. Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen.

In der letzten Zeit ist das Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht in aller Munde. Doch was sollte beim Verfassen beachtet werden?

Darüber referiert der Chefarzt der Abteilung Klinische Anästhesie und Operative Intensivmedizin im Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende, Peter Neumann.

Durch einen Unfall, eine schwere Erkrankung oder auch nur als Folge eines hohen Lebensalters kann jeder Mensch in eine Situation geraten, in der er wichtige Fragen nicht mehr selbst beantworten bzw. seine Wünsche nicht mehr eindeutig zum Ausdruck bringen kann. Im „Betreuungsgesetz“ (Drittes Gesetz zur Änderung des Betreuungsrechts) ist festgelegt, wer Entscheidungen treffen darf, wenn ein Patient nicht mehr eigenverantwortlich handeln kann und dadurch sein Selbstbestimmungsrecht nicht mehr wahrnehmen kann.

Mit Hilfe einer Vorsorgevollmacht und/oder einer Patientenverfügung kann jeder Mensch auch im Hinblick auf zukünftige medizinische Behandlungen seinen Vorstellungen und Wünschen Geltung verschaffen.

Dabei wird bei einer Vorsorgevollmacht einer anderen Person die Wahrnehmung einzelner oder aller Angelegenheiten für den Fall übertragen, dass man die Fähigkeit selbst zu entscheiden eingebüßt hat.

Mit Hilfe einer Patientenverfügung kann man im Voraus festlegen, welche medizinischen Maßnahmen in konkreten Situationen gewünscht oder auch abgelehnt werden. Wer nicht möchte, dass andere über die medizinische Behandlung entscheiden, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist, kann durch Patientenverfügung festlegen, ob bei konkret beschriebenen Krankheitszuständen bestimmte medizinische Maßnahmen gewünscht oder nicht gewünscht sind.