Europäisches Qualitätssiegel für das Brustzentrum der UMG

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Text von: redaktion

Als erstes und bisher einziges Brustzentrum in Niedersachsen hat das Brustzentrum der Universitätsmedizin Göttingen das europäische Qualitätssiegel der EUSOMA erhalten. Das Zertifikat wird von der europäischen Fachgesellschaft für Brusterkrankungen EUSOMA (European Society of Mastology) vergeben.

Es bescheinigt: Das UMG-Brustzentrum erfüllt die strengen europäischen Standards bei der Behandlung und Betreuung von Brustkrebspatientinnen.

Experten aus vier europäischen Ländern hatten das Brustzentrum überprüft. Die jetzt erfolgte Zertifizierung wird jährlich überprüft.

„Wir sind stolz darauf, dass unsere Arbeit durch die europäische Akkreditierung honoriert wird“, sagt Günter Emons, Leiter des Brustzentrums. „Das spornt uns an, auch weiterhin all unser Wissen, unsere Sorgfalt und Sensibilität in den Dienst unserer Patientinnen zu stellen.“

Das Expertengremium der EUSOMA bewertet neben der Behandlungsqualität auch die Überlebensraten der Patientinnen, die Anzahl der Rückfälle und den Anteil der brusterhaltenden Operationen.

Weitere Qualitätskriterien sind eine ganzheitliche und fächerübergreifende Betreuung der Patientinnen durch ein Team von Psychoonkologinnen, Onkologieschwestern, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten und Selbsthilfegruppen.

Positiv bewertet wurde die Qualifikation der Mitarbeiter/innen, die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen und Berufsgruppen und die wissenschaftliche Expertise eines universitären Brustzentrums, das neue Behandlungsverfahren entwickelt und anbietet.

Für die betroffenen Frauen bedeutet die Akkreditierung des Brustzentrums der UMG nach EUSOMA eine Behandlung der kurzen Wege aus einer Hand.

„So vermeiden wir unnötige Wege und Zeitverluste“, sagt Emons. „Viel Zeit nehmen wir uns jedoch, in unserer wöchentlichen Tumorkonferenz ein individuelles Behandlungskonzept für jede einzelne Patientin zu erarbeiten. Wir besprechen es ausführlich mit ihr und ihren Angehörigen und helfen unseren Patientinnen in jeder Phase der Erkrankung.“