Europäische Zusammenarbeit zahlt sich aus

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Text von: redaktion

120 Besucher/-innen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung lockte die international besetzte Konferenz „Gender Equality und Diversity auf dem europäischen Arbeitsmarkt“ am vergangenen Freitag in die Räume der Mahr GmbH. Veranstalterin war die VHS Göttingen.

Die Konferenz fand im Rahmen der transnationalen Partnerschaft der Equal Entwicklungspartnerschaft „Frauen @ Europa“ mit Projekten aus Finnland, Litauen, Dänemark und der Slowakei statt. „Wir wollen über die Arbeitsmarktsituation von Frauen in verschiedenen europäischen Ländern informieren und zeigen, welchen Beitrag europäische Projektpartnerschaften zur Verbesserung dieser Situation leisten“, erläutert Veranstalterin Angelika Böttcher von der VHS.

Dass dieses Thema im europäischen Jahr der Chancengleichheit nichts an Aktualität eingebüßt hat, legt die Europaabgeordnete Erika Mann dar: „Überall in Europa sind Frauen zu einem geringeren Anteil erwerbstätig als Männer. Sie arbeiten in bestimmten, oft schlechter entlohnten Wirtschaftsbereichen und Berufen und in Führungspositionen sind sie unterrepräsentiert.“ Europaweit werden, finanziert durch den Europäischen Sozialfonds, Konzepte entwickelt und umgesetzt, um diese Situation zu ändern. Was läge da näher, als diese Konzepte auszutauschen und voneinander zu lernen?

Die VHS Göttingen tut dieses seit nunmehr 15 Jahren und Equal Koordinatorin Almut Tietjen ist sich sicher: „Europäische Zusammenarbeit zahlt sich aus!“. Das wurde im Rahmen der Konferenz dann auch an zahlreichen Beispielen eindrucksvoll belegt. Vor allem die Konzepte der finnischen Partnerinnen finden in den anderen Ländern Anwendung: So z.B. bei der Entwicklung des Social Mentoring in Litauen, bei Kampagnen zur Erwerbssituation von Frauen 45+ in der Slowakei oder bei Gleichstellungsplänen für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Den Vorsprung Finnlands beim Thema Chancengleichheit kommentiert Prof. Kaisa Kauppinen vom Finnish Institute for Occupational Health: „In Finnland wird allgemein anerkannt, dass Chancengleichheit kein Luxus, sondern ein ökonomischer Wettbewerbsvorteil ist.“

Aber auch deutsche Erfahrungen fließen in die Partnerschaft ein. Von den in Niedersachsen gewonnenen Kenntnissen über die Vermittlung interkultureller Kompetenzen profitieren vor allem die Partnerinnen aus Dänemark.

Ob und in welcher Form das transnationale Netzwerk nach 2007 weiter zusammen arbeiten wird ist noch unklar. An den Förderprogrammen für Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds 2008 bis 2015 wird in Hannover, Berlin und Brüssel zur Zeit mit Hochdruck gearbeitet.

Kontakt:

Angelika Böttcher

Öffentlichkeitsarbeit / Transnationale Koordination

Frauen @ Europa

VHS Göttingen e.V.

0551 / 4952-63