Erste Kinderkrippe in Duderstadt

© Otto Bock HealthCare
Text von: redaktion

Am Donnerstag, 12. März 2009, wurde in den Räumen der Kindertagesstätte St. Georg die erste Kinderkrippe in Duderstadt eingeweiht. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Duderstadt, der Katholischen Kirchengemeinde St. Cyriakus und der Firmengruppe Otto Bock.

Initiiert wurde das Projekt durch die Firmengruppe Otto Bock, die den Wunsch nach einer betriebsnahen Kinderbetreuung an die Stadt herangetragen hatte. „Wir möchten unsere Mitarbeiter dabei unterstützen, Beruf und Familie bestmöglich zu vereinbaren und ihre persönliche Work-Life-Balance zu finden“, sagte Roland Hehn, Geschäftsführer im Bereich Personal bei der Otto Bock HealthCare.

So könnten durch eine bedarfsgerechte und umfassende Kinderbetreuung lange Ausfallzeiten und Abgänge qualifizierter Mitarbeiter verhindert und die Region auch für potenzielle neue Fachkräfte attraktiver werden.

„Das Projekt wird von vielen Schultern und damit von einer breiten Schulter getragen“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Nolte. Mit der Eichrichtung der Kinderkrippe hat die Stadt Duderstadt bereits jetzt die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, die gesetzliche Verpflichtung der Kommunen, bis 2013 einen Betreuungsplatz für mindestens ein Drittel aller Kinder bis drei Jahre bereit zu stellen, zu erfüllen.

Domkapitular Propst Wolfgang Damm und Gruppenleiterin Heidemarie Dornieden erläuterten den Besuchern das Konzept der Kinderkrippe,
das auf den drei großen Z beruht: Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit. Gerade bei so jungen Kindern sei eine umfassende und liebevolle
Betreuung und Fürsorge besonders wichtig.

In der Kinderkrippe können bis zu 15 Kinder betreut werden. Für die Kinder von Otto Bock-Mitarbeitern steht ein Kontingent von sieben Plätzen zur Verfügung, von denen vier für Familien aus der Region vorgesehen sind.

Die Betreuung findet in der Kernzeit von 8 bis 14 Uhr statt, „doch wir sind uns einig, dass Raum für Flexibilität bestehen muss“, sagte Bürgermeister Wolfgang Nolte. Ab August 2009 soll die Betreuung auf 9 Stunden ausgeweitet werden.

Schon jetzt sei die Nachfrage nach Krippenplätzen groß, so dass der Kooperationsvertrag jedes Jahr neu an den aktuellen Bedarf angepasst werde. Unter anderem seien die Einrichtung einer zweiten Krippengruppe sowie die Ausweitung der Kooperation auf weitere Unternehmen denkbar.