Erste Göttinger Privatdozentin

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Text von: redaktion

Sabine Sennhenn-Kirchner hat sich als erste Frau an der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen im Fach Zahn-, Mund-, Kieferheilkunde habilitiert und die Lehrbefugnis erworben.

Die Zahnärztin und Fachärztin für Zahnärztliche Chirurgie hielt ihre Antrittsvorlesung zum Thema „Der Einsatz von Laser-Strahlung in der Zahnmedizin“.

Auf dem Weg zur Habilitation hat sie Unterstützung erfahren. „Den letzten Anstoß hat mir das Mentoring-Programm der Universitätsmedizin Göttingen gegeben. Auch die Unterstützung durch die Wissenschaftlerinnen des Göttinger Netzwerks „medf3″ war für mich sehr entscheidend“, sagt Sennhenn-Kirchner.

Die 49-Jährige promovierte 1988 und erlangte die Gebietsbezeichnung „Zahnärztin für Oralchirurgie“. Von 1989 bis zur Auflösung der Abteilung 2008 arbeitete sie als Oberärztin in der Abteilung Zahnärztliche Chirurgie. Nach einer Familienpause erwarb sie acht Jahre später die Zusatzqualifikation für „orale Implantologie“. Im Jahr 2009 erlangt sie die Habilitation und venia legendi für das Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Wissenschaftlich hat sie sich vor allem mit Fragen befasst, die in der praktischen Krankenversorgung eine Rolle spielen. Untersuchungen zu Zahnkeimtransplantationen und zur Problematik von Frontzahnimplantaten folgten Untersuchungen zur Akzeptanz der Patienten für die Möglichkeiten zahnärztlicher Implantologie.

Seit Mitte der 90er Jahre konzentriert sie sich auf den Einsatz von Laserlicht in der zahnärztlichen Chirurgie und Implantologie. Zusammen mit Experten aus der Abteilung Medizinische Mikrobiologie entwickelte sie ein Biofilm-Modell und untersuchte verschiedene Dekontaminationsmethoden auf implantologisch strukturierten Titan- und Keramikoberflächen. Aktuell stehen Untersuchungen zur Besiedlungsmöglichkeit dieser so dekontaminierten Oberflächen mit Osteoblasten an.

Sabine Sennhenn-Kirchner ist jetzt selbst Mentorin im laufenden Mentoring-Projekt der UMG und begleitet eine Mentee aus der Zahnmedizin auf deren Weg zur Habilitation. Sie möchte Mut, eigene Erfahrung und selbst erfahrene Unterstützung an die junge Kollegin weiter geben.