Eröffnungsfeier des Palliativzentrums Göttingen

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Text von: redaktion

Das neue Palliativzentrum Göttingen wurde am Donnerstag, 17. Januar 2007, feierlich eröffnet. Über 300 Gäste aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Politik und Wirtschaft begleiteten den Festakt für das, in Niedersachsen einmalige Projekt.

Das neue Palliativzentrum Göttingen wurde am Donnerstag, 17. Januar 2007, feierlich eröffnet. Über 300 Gäste aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Politik und Wirtschaft begleiteten den Festakt für das, in Niedersachsen einmalige Projekt. Träger sind das Land Niedersachsen, die Deutsche Krebshilfe sowie der Förderverein für Palliativpatienten.

„Das Zentrum für Palliativmedizin an der Universität Göttingen schließt eine Versorgungslücke. Eine gute und flächendeckende Palliativmedizin lässt den Ruf nach aktiver Sterbehilfe verhallen“, betont Gerd Nettekoven, der Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

Die ersten Patienten konnten vor wenigen Tagen auf der Palliativstation aufgenommen werden. „Es ist eine großartige Leistung, dass so viele Menschen Zeit, Geld und Energie geopfert haben, damit wir dieses Zentrum nur fünfzehn Monate nach dem ersten Spatenstich in Betrieb nehmen können“, erklärt Mechthild Ross-Luttmann, die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit.

Das neue Palliativzentrum verfügt über zehn Betten mit Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige. Derzeit arbeiten dort vier Ärzte, zehn Krankenschwestern, ein Psychologe und in naher Zukunft eine Sozialarbeiterin.

Bei der Spendenscheckübergabe durch Veronika Frels, der Vorsitzenden des Fördervereins für Palliativpatienten der Universitätsklinik Göttingen e.V., wurden die Initiatoren positiv überrascht. Neben den bereits gespendeten 800.000 Euro für die Finanzierung des Palliativzentrums konnte der Förderverein einen weiteren Scheck in Höhe von 300.000 Euro überreichen.

In seiner abschließenden Rede warnte Friedemann Nauck, der Direktor der Abteilung Palliativmedizin der Universitätsmedizin Göttingen, vor den möglichen Gefahren in der Entwicklung der Palliativmedizin in Deutschland. „Ich hoffe nicht, dass es durch das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der GKV zu einem destruktiven Wettbewerb kommt. Palliative Care verträgt keinen Wettbewerb.“