Ergebnisse der Hauptversammlung bei Sartorius

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Text von: redaktion

Auf der Hauptversammlung des Technologiekonzerns Sartorius am 23. April 2009 legte der Vorstandsvorsitzende Joachim Kreuzburg die Ergebnisse nach drei Monaten Geschäftstätigkeit im Jahr 2009 vor und kündigte weitreichende Sparmaßnahmen in der Mechatronik-Sparte an.

Die Sartorius Stedim Biotech, die größere der beiden Konzernsparten, startete mit gutem Wachstum und einer deutlich überproportionalen
Steigerung ihrer Profitabilität, unter anderem durch einen verbesserten Produktmix, sehr dynamisch in das Jahr 2009.

Bestätigt durch die guten Ergebnisse nach drei Monaten plant die Unternehmensleitung für die Biotechnologie-Sparte weiterhin mit Umsatzwachstum und einer überproportionalen Steigerung des Gewinns für das laufende Jahr.

Die Mechatronik-Sparte war hingegen maßgeblich durch die weltweite Rezession beeinträchtigt und hatte einen starken Umsatzrückgang sowie ein negatives Ergebnis hinzunehmen. Der Vorstand kündigte umfangreiche Maßnahmen zur nachhaltigen Kostensenkung für diese Sparte an.

Dazu gehört eine Senkung der weltweiten Personalkosten um mehr als 20 Millionen Euro und Einsparungen bei Sachkosten um rund 5 Millionen Euro vor.

„Alle Sachkosten und Investitionen stehen auf dem Prüfstand. Allerdings werden wir nicht umhinkommen, in erheblichem Umfang auch im Personalbereich einzusparen. Dabei wollen wir intensiv Instrumente wie Altersteilzeit, variable Entgelte für Tarifbeschäftigte und die Beendigung befristeter Arbeitsverträge nutzen. Damit die Mechatronik wieder die Gewinnzone erreicht, werden jedoch auch Entlassungen unvermeidlich sein.

Neben dem Kostensenkungsprogramm haben wir gleichzeitig Maßnahmen zur Erschließung zusätzlicher Marktchancen insbesondere in der Lebensmittel- und der Pharmaindustrie aufgelegt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Joachim Kreuzburg. Durch das geplante Maßnahmenpaket wird für das nächste Jahr wieder ein positives operatives Ergebnis der Sparte angestrebt.

Das operative Ergebnis im Gesamtkonzern lag weiter auf solidem Niveau. Sartorius erzielte im ersten Quartal 2009 ein EBITA in Höhe von 10 Millionen Euro und somit einer Ergebnis-Marge von 6,9 Prozent.

Angesichts der unsicheren weltwirtschaftlichen Lage hält Sartorius jedoch eine präzise quantitative Prognose der Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 derzeit nicht für möglich.

Die Hauptversammlung der Sartorius AG beschloss gemäß des Vorschlags von Aufsichtsrat und Vorstand die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,42 Euro je Vorzugsaktie und 0,40 Euro je Stammaktie (Vorjahr: VzA: 0,68 Euro; StA: 0,66 Euro).

Bei nahezu unveränderter Ausschüttungsquote von rund 38 Prozent beläuft sich die Ausschüttungssumme auf 7 Millionen Euro nach 11,4 Mio. Euro im Vorjahr. Aufsichtsrat und Vorstand wurden von den ca. 400 anwesenden Anteilseignern mit großer Mehrheit entlastet.