Erfreuliches Geschäftsjahr der Volksbank Göttingen eG

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Text von: redaktion

Auf der Vertreterversammlung 2009 teilte der Vorstandsvorsitzende Ralf O. H. Kähler den Mitgliedervertretern mit, dass die wirtschaftliche Entwicklung im 112. Geschäftsjahr, trotz Finanzmarktkrise und starker Konkurrenz sehr erfreulich verlaufen ist.

Die Volksbank Göttingen kann wieder schwarze Zahlen vorweisen: Mit einem Bilanzgewinn von rund 1,3 Millionen Euro und einem um 5 Prozent auf 6,4 Millionen Euro gestiegenen Betriebsergebnis.

„Dass der Jahresüberschuss 2008 geringer ausfiel als im vorangegangenen Rekordjahr 2007, lag einzig und allein an hohen temporären Kurswertabschreibungen auf Wertpapiere“, konstatierte Kähler und ergänzte: „Dass in einer weltweiten Finanzkrise keine neuen Bestmarken zu erwarten sind, ist sicher jedem klar!“

Zwar verringerte sich das Geschäftsvolumens, inklusive der Kunden-Depotwerte, um 1,9 Prozent auf 833 Millionen Euro.

Die Bilanzsumme konnte jedoch um 1,1 Prozent auf 681 Millionen Euro zulegen, was insbesondere auf die Steigerung des Kundeneinlagenbestandes, der inzwischen 78 Prozent der Bilanzsumme ausmacht, zurückzuführen ist.

Gefragt waren dabei aufgrund der teilweise inversen Zinsstruktur, vor allem 1-jährige Termineinlagen.

Beim Kreditgeschäft führte die zunehmende Unsicherheit über den Fortgang der wirtschaftlichen Entwicklung zu einem Nachfragerückgang bei Wohnungsbau- und gewerblichen Finanzierungen.

Das Kundenkreditvolumen verminderte sich im Berichtsjahr um 3,3 Prozent auf 376 Millionen Euro, trotzdem wurden insgesamt 1023 Kredite mit einem Volumen von 51 Millionen Euro neu herausgelegt.

Die bedeutsamste Ertragsquelle der Volksbank Göttingen war auch im Jahr 2008 der Zinsüberschuss mit einem Anteil von 72 Prozent am Rohertrag, gefolgt vom Provisionsüberschuss mit 28 Prozent.

Unter anderem durch die Inanspruchnahme von EZB-Offenmarktgeschäften, konnte der ordentliche Zinsüberschuss um 2,2 Prozent auf 14 Millionen Euro gesteigert werden. Der Provisionsüberschuss wurde fast auf dem Niveau des Vorjahres gehalten.

Deutliche Steigerungen konnten bei der Vermittlung von Bausparverträgen der Bausparkasse Schwäbisch Hall und Lebensversicherungen der R+V Versicherung erzielt werden.

„Diese Zahlen beweisen, dass die Kompetenz und Seriosität der Vermögensberater der Volksbank Göttingen, gerade auch in Krisenzeiten honoriert werden“, betonte Kähler.

Bei den Betriebsaufwendungen kam es im Berichtsjahr nur zu geringen Veränderungen. Die Aufwands-Ertragsrelation lag 2008 mit einem Wert von 67,6 Prozent wieder deutlich unter den Quoten anderer Banken.

Neben der Erhöhung des ordentlichen Betriebsergebnisses verbesserte sich auch die Kreditrisikosituation.

Der gesamte Wertpapierbestand konnte trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen auch für 2008 nach dem Niederstwertprinzip bewertet werden. Den Brutto-Aufwendungen in Höhe von 8,2 Millionen Euro stehen realisierte Kursgewinne aus Beteiligungen von 3,2 Millionen Euro gegenüber, sodass per saldo netto 4,9 Millionen Euro als Bewertungsaufwand verblieben.

Aufgrund der Struktur und der Qualität des Wertpapierportefeuilles der Volksbank Göttingen kann bereits in den Jahren 2009 und 2010 von einem hohen Wertaufholungspotenzial ausgegangen werden.

Unter anderem durch das überdurchschnittlich operative Betriebsergebnis, beschloss die Vertreterversammlung eine deutlich über dem Kapitalmarktzins liegende Dividendenrendite für Bankteilhaber in Höhe der schon „traditionellen“ 8 Prozent, das entspricht einer Gesamtauszahlung von 573.000 Euro.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird sich nach einer am 31.3.2008 vorgenommenen Vorschaurechnung durch einen kräftig ansteigenden Zinsüberschuss nochmals verbessern. Rückgänge beim Provisionsergebnis hofft das Bankhaus noch im Laufe des Jahres wettzumachen, sodass nach gegenwärtigem Erkenntnisstand ein ordentliches Betriebsergebnis von rund 6,7 Millionen Euro erwartet werden darf.

Damit sieht die Volksbank Göttingen für das Geschäftsjahr 2009 deutlich mehr Chancen als Risiken.

Kähler versprach: „Unser Bestreben ist es, auch im Jahr 2009 von unseren Bankteilhabern und Kunden als die Besten empfunden zu werden, denn unser Credo lautet wie bisher: ‚Qualität vor Quantität’. „

Turnusmäßig fanden auch Wahlen zum Aufsichtsrat statt. Frau Jutta Gebhardt sowie die Herren Carl Graf von Hardenberg, Henning Koch und Dirk Molthan stellten sich erneut zur Wahl und wurden von den Mitgliedervertretern einstimmig wiedergewählt.