Erfolgreichste europäische Hochschule im EU-Programm

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Text von: redaktion

Die Universität Göttingen kann Wissenschaftlern und Studierenden aus dem Ausland Stipendien in Höhe von mehr als drei Millionen Euro anbieten.

Die Mittel stammen aus dem EU-Programm „Erasmus Mundus Action 2“. Über das Programm können Zusammenschlüsse von europäischen und außereuropäischen Hochschulen gemeinsam Fördermittel für den Austausch vor allem von Wissenschaftlern und Studierenden, aber auch von Verwaltungspersonal beantragen.

In der jüngsten Vergaberunde hat die EU insgesamt 36 Projekte in die Förderung aufgenommen: Drei der Projekte koordiniert die Universität Göttingen, an sieben weiteren ist sie als Partner beteiligt. Sie ist damit die erfolgreichste europäische Hochschule in diesem Programm.

Die EU fördert die drei von Göttingen aus koordinierten Projekte mit insgesamt 7,4 Millionen Euro, die restlichen sieben Projekte erhalten eine Fördersumme von insgesamt 16,3 Millionen Euro.

Seit dem Jahr 2009 hat die Universität Göttingen im Rahmen von „Erasmus Mundus Action 2“ Stipendien in Höhe von mehr als sechs Millionen Euro eingeworben.

„Mit nunmehr 24 laufenden Projekten ist die Universität Göttingen nicht nur die mit Abstand erfolgreichste deutsche Universität in diesem Programm, sondern hat sich auch europaweit in der Spitzengruppe nachhaltig etabliert“, so Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Forschung und Internationales. „Göttingen hat sich in den vergangenen Jahren für immer mehr ausgezeichnete Studierende aus dem Ausland zu einem attraktiven Hochschulstandort entwickelt.“

„Wir gehen davon aus, dass wir etwa 100 Stipendien von unterschiedlicher Dauer anbieten können“, so Uwe Muuss, Leiter der Stabsstelle Göttingen International. „Die große Mehrheit davon wird exzellenten Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern aus dem Ausland zur Verfügung stehen.“

Die Förderung ist nicht auf bestimmte Fächer beschränkt, sondern steht Studierenden und Forschenden vieler Fachrichtungen offen. Die Stipendien haben eine Laufzeit von drei bis vier Jahren.

Die drei von Göttingen aus koordinierten Projekte fördern den Austausch und die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen in Süd- und Südostasien, in Zentralasien und in der Kaukasusregion. Zu den beteiligten Hochschulen gehören unter anderem die Göttinger Partneruniversitäten in Pune und Neu-Delhi (beide Indien), die Universität Nanjing und die University of Science and Technology in Hefei (beide China) sowie die Universität Bogor in Indonesien.

Unter den europäischen Kooperationspartnern befinden sich unter anderem die renommierten Hochschulen des U4-Netzwerks (Uppsala, Groningen, Gent und Göttingen) sowie die Universitäten Leuven, Turku und Santiago de Compostela.

Unterkünfte gesucht

„Die Universität Göttingen hat in den vergangenen Jahren in internationalen Rankings gute Ergebnisse erzielt“, so Casper-Hehne. „Auch dadurch zieht Göttingen immer mehr Wissenschaftler und Studierende aus dem Ausland an. Wir benötigen deshalb für das kommende Wintersemester noch weitere Unterkünfte für unsere Gäste. Das Welcome Centre der Universität ist für jede Hilfe aus der Bevölkerung dankbar.“ Angebote nimmt Kerstin Schütte unter der Telefonnummer (0551) 39-10492 entgegen.