Erfolgreicher Einsatz neuer Aortenklappen per Kathetereingriff

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Text von: redaktion

Bereits seit einigen Monaten führen in enger Zusammenarbeit Herzchirurgen, Kardiologen, Anästhesisten und Radiologen am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen minimal-invasive Eingriffe am schlagenden Herzen durch. Das Verfahren hat sich damit als stabil erwiesen.

Kalkablagerungen in der Aortenklappe (Stenosen) können dazu führen, dass die Herzklappe ersetzt werden muss. Bisher blieb den Patienten nur die Möglichkeit, diesen chirurgischen Eingriff am offenen Herzen unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine durchführen zu lassen.

Für diese Patienten bietet die jetzt erprobte interdisziplinäre Operationstechnik mehrere Vorteile.

Sie ist wesentlich schonender, die Operationszeit ist erheblich verkürzt, der Brustkorb muss nicht mehr eröffnet werden und auch der Einsatz der Herz-Lungen-Maschine ist nicht notwendig. Die neue Herzklappe kann am schlagenden Herzen implantiert werden.

Nach einer kurzen Beobachtungszeit auf der Intensivstation können die Patienten auf die Normalstation verlegt werden und bereits nach wenigen Tagen das Krankenhaus wieder verlassen.

Die neue Methode ist mittlerweile an der Universitätsmedizin Göttingen erfolgreich in die Routine gegangen. Vorerst werden jedoch ausschließlich Patienten behandelt, für die der konventionelle Aortenklappenersatz aufgrund ihres Alters ein hohes Risiko darstellt.

Bleiben die Langzeitresultate dieser neuen Behandlungsmethode auch in den nächsten Jahren positiv, könnte das Verfahren künftig ebenfalls bei Nicht-Risiko-Patienten angewendet werden.