Erfolgreiche 13. faktor-Business-Lounge

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: redaktion

Mit über 100 Teilnehmern war die 13. faktor-Business-Lounge in Kooperation mit der GWG am Dienstag, dem 15. Mai 2012, wieder einmal ein voller Erfolg. Im neuen Westteil der Göttinger Lokhalle trafen sich die Entscheider der Region zum brennenden Thema “Employer Branding“.

Der Professor und Unternehmer Gunther Olesch gab in einem spannenden und mitreißenden Vortrag Antwort auf die Frage: „Wählerische Fachkräfte – Ist `Employer Branding` das Allheilmittel?“

Nach einer kurzen Begrüßung durch faktor-Herausgeber Marco Böhme folgte zunächst ein kurzes Grußwort des Geschäftsführers der Lokhalle und der GWG, Klaus Hoffmann, der ebenfalls auf die Brisanz des Themas – gerade für die Region Südniedersachsen – hinwies: „Wir müssen alles tun, nicht nur um neue Arbeitskräfte zu gewinnen, sondern auch um sie zu halten.“

Generation Y

Gunther Olesch klärte das Publikum in seinem Vortrag unter anderem darüber auf, dass mit dem Generationenwechsel auch neue Wünsche und Ansprüche an die Arbeit verbunden seien.

Die neue Generation Y – qualifiziert, selbstbewusst und extrem anspruchsvoll – fordere vor allem ein angenehmes Betriebsklima, eine gute Work-Life-Balance und ein ausreichendes Gesundheitsmanagement. Der Wunsch nach einem hohen Gehalt käme erst an 8. Stelle, was viele Entscheider überraschte.

„Das Wichtigste für ein erfolgreiches Unternehmen ist es, eine Mission zu haben und ein visionäres Management zu betreiben“, erklärte der seit 1989 bei Phoenix Contact GmbH tätige Unternehmer, der mit seiner Strategie selbst bereits zahlreiche Arbeitgeberpreise gewinnen konnte.

„Die zukünftige Marktwirtschaft sieht so aus, dass der Wettbewerb nicht mehr durch die Produkte ausgefochten wird, sondern durch die vorhandenen Fachkräfte“, so der Referent. Genau deshalb sei Employer Branding so wichtig.

Die Generation Y gehe auf der Jobsuche inzwischen andere Wege, und diese führen über die neuen Arbeitgeber-Bewertungsportale, auf denen Arbeitgeber von Mitarbeitern und Bewerbern öffentlich bewertet werden können.

Dazu gehören unter anderem Kununu, Jobvoting, Ketzen, Bizzwatch und meinChef.

„Unternehmen haben heutzutage keine Wahl mehr. Sie können nicht einfach sagen: Bei dieser Entwicklung machen wir nicht mit“, erläuterte Olesch. Sein Rat an die Entscheider: „Beschäftigen Sie sich mit dem Thema, bevor es Sie einholt.“

Das wichtigste Mittel, um heraus zu finden, was die Mitarbeiter möchten und damit ein erfolgreicher Arbeitgeber zu werden, sei die Mitarbeiterbefragung. Nur durch sie schaffe man die nötige Beteiligung und damit den Weg zu einem erfolgreichen Unternehmen, in dem alle zufrieden sind. „Das Wichtigste ist, dass der Rahmen stimmt.“

Die Rolle der Region

Auch die Region selbst spiele beim Kampf um die Fachkräfte eine große Rolle. „Um eine Region bekannt und erfolgreich zu machen, hilft letztendlich nur eine gute Vernetzung“, sagt Olesch.

Bei der Entscheidung, ob ein Arbeitgeber „sexy“ für eine Fachkraft erscheint, käme es laut einer Umfrage nur zu 66 Prozent auf das Unternehmen an, zu 33 Prozent auf die Region. „Was faktor mit der Business-Lounge schafft, ist dabei enorm wichtig.“

Nach einer kurzen Fragerunde endete der Vortrag mit einem Schlusswort von Marco Böhme, der den anwesenden Entscheidern noch einmal Mut zusprach: „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg und wenn wir so weiter machen, können wir auch langfristig mit Städten wie München, Hamburg oder Berlin mithalten.“

Beim anschließenden Come Together wurde bei kulinarischen Köstlichkeiten vom Freizeit In noch angeregt weiterdiskutiert.