Equal Pay Day am 26. März 2010

Text von: redaktion

Mit einem Informationsstand vor der Jacobikirche in der Göttinger Fußgängerzone machen die Business and Professional Women (BPW) Germany, Club Göttingen, am 26. März 2010 von 14 bis 17 Uhr auf den bundesweiten Aktionstag für gleiche Bezahlung von Männern und Frauen aufmerksam.

Das weltweite Frauennetzwerk thematisiert mit dieser Aktion die bestehenden Entgeltunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern in Deutschland, die sich nach jüngsten Statistiken von 22 auf 23 Prozent verschlechtert haben.

Deutschland bildet damit nach wie vor eines der Schlusslichter in der Europäischen Union, in der Frauen nach jüngsten Statistiken im Durchschnitt 17,4 Prozent weniger verdienen als Männer.

In Göttingen finden in diesem Jahr bereits zum dritten Mal Aktionen zum „Gleichbezahl-Tag“ statt. „Wir benötigen dringend gesellschaftliche Veränderungen bei der Eingruppierung von ganzen Berufszweigen. Ich finde, Frauenarbeit ist mehr Wert – nämlich gleichwert!“, bekräftigt Ute Wetzel, stellvertretende Vorsitzende der BPW Göttingen, die Forderung nach gleicher Bezahlung.

Folgende Fakten belegen die Wichtigkeit des Themas: Die bestehenden Gehaltsunterschiede hindern die wirtschaftliche Entwicklung, denn Frauen zahlen entsprechend weniger Steuern, nehmen weniger am Konsum teil und haben eine geringere Rente zu erwarten.

Zudem investiert der Staat viel in die Ausbildung junger Frauen, sodass der volkswirtschaftliche Schaden groß ist, wenn diese ihre Kapazitäten nicht voll ausschöpfen können.

Der Aktionstag, der aufgrund seiner internationalen Verbreitung einen englischen Namen trägt, wurde 2008 auf Initiative des BPW Germany und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Deutschland eingeführt.

Das Datum des Equal Pay Day markiert den Zeitraum, den eine Frau über den Jahreswechsel hinaus arbeiten muss, um den Jahresverdienst ihres männlichen Kollegen zu erreichen.