Entscheidung zur Exzellenzinitiative gefallen

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Text von: redaktion

Die Universität Göttingen ist in der zweiten Programmphase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder mit einer Graduiertenschule und einem Exzellenzcluster erfolgreich. Das Zukunftskonzept wird nicht gefördert.

Diese Entscheidung gab die Gemeinsame Kommission von Deutscher Forschungsgemeinschaft und Wissenschaftsrat am Freitag, 15. dem Juni 2012, bekannt.

„Wir freuen uns über die Förderung der Graduiertenschule und des Clusters. So können wir unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Partnern am Göttingen Research Campus fortsetzen und ausbauen“, sagt Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel.

„Gleichzeitig sind wir natürlich sehr enttäuscht, dass wir die Gutachter mit unserem weiterentwickelten Zukunftskonzept nicht überzeugen konnten. Dennoch werden wir die erfolgreich etablierten Instrumente weiter verfolgen, um die positive Entwicklung der Universität in Forschung und Lehre voranzutreiben. Dazu zählen die Courant Forschungszentren, das Lichtenberg-Kolleg und die Internationalisierungsstrategie der Universität“.

„Das neu geplante Wissenshaus, in dem wir unsere herausragenden wissenschaftlichen Sammlungen präsentieren wollen, werden wir gemeinsam mit der Stadt Göttingen und regionalen Partnern in jedem Fall realisieren. Außerdem wird sich das Land Niedersachsen an der Nachhaltigkeit der erfolgreichen Maßnahmen beteiligen und hat dafür Fördergelder in Höhe von zwölf Millionen Euro für fünf Jahre zugesagt“, erklärt die Präsidentin.

Oberbürgermeister bleibt optimistisch

Auch Oberbürgermeister Wolfgang Meyer hat das Abschneiden der Universität in der Exzellenzinitiative des Bundes zwar bedauert, sieht aber keinen Anlass für Pessimismus.

Die Universität habe die letzten Jahre durch Umsetzung ihres Zukunftsprogramms bestens genutzt, erklärte er in einer ersten Stellungnahme am Freitag. Sie sei Dank Investitionen in den Hochschulbau und durch Schaffung neuer wissenschaftlicher Arbeitsplätze gut aufgestellt und müsse weder national noch international den Wettbewerb scheuen.

Ein Erfolg im Exzellenzwettbewerb wäre zwar die Krönung des Jubiläumsjahres geworden, meinte der Oberbürgermeister, aber auch ohne Elitestatus seien das weltweite Ansehen der Georg-August-Universität und die Leistungen der Hochschule ungeschmälert. „Gemeinsam werden Universität und Stadt dafür sorgen, dass die Qualitäten des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Göttingen weiter steigen.“

Erfolgreiche Anträge in Natur- und Lebenswissenschaften

Die erfolgreiche Arbeit der Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften, Biophysik und Molekulare Biowissenschaften (GGNB) in der Exzellenzinitiative wird fortgesetzt.

Der von vier Fakultäten der Universität, drei Göttinger Max-Planck-Instituten und dem Deutschen Primatenzentrum getragenen GGNB gehören derzeit über 430 Promovierende an.

Zudem werden neue Angebote für Postdoktorandinnen und -doktoranden geschaffen und internationale Kooperationen ausgebaut.

Die Universität Göttingen ist auch mit ihrem Fortsetzungsantrag für den Exzellenzcluster „Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns (CNMPB)“ erfolgreich. In dem Cluster werden neue optische Technologien weiter erforscht und in der neurowissenschaftlichen und neurologischen Forschung am Göttingen Research Campus angewendet.

Im Fokus steht die Weiterentwicklung hochauflösender Mikroskopietechniken, mit denen durch neue Markermoleküle kleinste Strukturen und Prozesse in lebenden Nervenzellen analysiert werden können. Ziel ist es, Erkenntnisse zur Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Strategien für Erkrankungen wie Morbus Parkinson und Schizophrenien zu erlangen.

Beginn der Förderung

Die Förderung in der zweiten Programmphase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder für die Dauer von fünf Jahren beginnt am 1. November 2012.

Weitere Informationen zu den Göttinger Projekten der der ersten und zweiten Programmphase sind im Internet unter www.uni-goettingen.de/exzellenz zu finden.