“Entscheidend ist die Kompetenz“

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Text von: redaktion

Die Anwälte der Göttinger Kanzlei Sobirey, Dr. Bodenburg, Zilian und Werk sind “Hausjuristen für alle Fälle“ - und Spezialisten für Immobilien- und Unternehmenskäufe.

Verträge für die Übernahme und die Verwaltung gewerblicher Immobilien oder die Fusionen von Gesellschaften sind ehrgeizige Projekte und bedürfen in verschiedener Hinsicht der rechtlichen Beratung und juristischen Gestaltung. Das besondere Know-how dafür erhalten Interessenten üblicherweise in den bekannten Finanzzentren – oder in Göttingen. Vertragsrecht in „Real Estate“ und „Mergers & Aquisitions“, wie es in der Fachsprache heißt, ist ein wachsendes Geschäftsfeld der Sozietät Sobirey, Dr. Bodenburg, Zilian und Werk (SBZW). „Bevor ein Abschluss unterschriftsreif ist, gilt es, viele Parameter zu prüfen und rechtliche Details zu klären. Bei den Verhandlungen mit den Vertragspartnern sind neben der juristischen Kompetenz auch viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung gefragt“, erklärt Partner Hasso Werk. Einige renommierte internationale Mandanten holen sich seit geraumer Zeit juristischen Rat bei der anerkannten Göttinger Rechtsanwalts- und Notariatskanzlei, wenn Geldvermögen in „Betongold“ angelegt werden soll, zwei Firmen „heiraten“ wollen oder ein Investor in ein Unternehmen einsteigen möchte.

Aufgrund ihrer internationalen Erfahrung ist die Kanzlei, insbesondere auch für Unternehmen aus der Region, eine Alternative zu den großen „Law Firms“. Der überwiegende Teil der Mandantschaft von SBZW stammt aus Südniedersachsen. Wenn es um umfangreichere Wirtschaftsprojekte geht, wenden sich viele hiesige Unternehmen erfahrungsgemäß an überregionale Großkanzleien. Aus der Sicht von SBZW nicht nötig. „Das Göttinger Netzwerk verfügt über ein herausragendes Know-how“, erklärt Partner Michael Zilian. Je nach Bedarf greift die Kanzlei disziplinübergreifend auf erfahrene Steuerberater und Wirtschaftsprüfer aus der Region zurück.

Ihre Wettbewerbsfähigkeit generiert die Kanzlei gerade aus ihrer Überschaubarkeit, die sie im Vergleich mit großen „Law Firms“ dynamischer agieren lässt. Wo sonst „aufgeblasene Beraterstäbe“ die Budgets der Mandanten strapazieren, löst bei SBZW ein kleiner Kreis von Experten die Fälle und sorgt für eine flexible Abwicklung. „Politik des Hauses ist es, dass der Mandant stets von einem Ansprechpartner betreut wird, auch wenn mehrere Rechtsgebiete betroffen sind. Die Kompetenzen bündeln wir für ihn intern“, so Hasso Werk. Das sei bequemer als bei Riesenkanzleien, wo Mandanten nicht selten von einem Spezialisten zum nächsten geschickt werden.

„Größe kann für den Mandanten sogar nachteilig sein, wenn mit ihr der Hunger oder die Notwendigkeit nach hohem Umsatz wächst. Überhastete Abschlüsse können die Folge sein“, erklärt Partner Dr. Reinhard Bodenburg. Ziel und Ergebnis langjähriger Tätigkeit bei SBZW ist eine vertrauensvolle, solide Mandantenbeziehung. Viele Mandanten werden bereits seit Jahrzehnten von Anwälten der Sozietät betreut.

Die Wurzeln von SBZW reichen bis auf eine im Jahr 1889 gegründete Göttinger Anwaltskanzlei zurück. In ihrer heutigen Form entstand die Sozietät durch die Ausgründung der Partner Albrecht Sobirey und Dr. Reinhard Bodenburg im Jahr 1992. Hauptsächlich bearbeitete die Kanzlei zunächst Fälle aus den Bereichen Bau- und Medizinrecht. Die Schwerpunktergänzung in Richtung „Real Estate“ und „Mergers & Aquisitions“ begann vor rund zehn Jahren. Trotz enormen Wachstums in diesen Bereichen sieht sich SBZW dennoch nicht nur als reine Wirtschaftskanzlei. Sie gibt seit Jahrzehnten auch juristischen Beistand bei Baumängeln oder ärztlichen Kunstfehlern, Erbschaften, Verkehrsunfällen oder Mietstreitigkeiten. Dabei dürfen Mandanten eine persönliche Beratung über die Bürozeiten hinaus erwarten.

Die Anwälte von SBZW verstehen sich nicht nur als reine „Gesetzestechniker“, sondern als „Hausjuristen“, die strategisch beraten und bei denen immer mit einem offenen Wort zu rechnen ist. „Wir sagen einem Unternehmer notfalls frei heraus, wenn wir ein Familienmitglied nicht für die Firmennachfolge geeignet halten, auch wenn ihm das anfänglich weh tut“, sagt Michael Zilian. Zudem wird Wert auf eine transparente Beratung gelegt, um für Mandanten Schneisen ins Jura-Dickicht zu schlagen. „Notwendige Maßnahmen erklären wir ohne Fachchinesisch. Es ist wie bei einer Computer- Hotline. Da möchte man auch nicht erfahren, wie der Rechner funktioniert, sondern nur, welcher Knopf zu drücken ist“, veranschaulicht Partner Hasso Werk.

Ein breiter Kundenstamm vertraut dem SBZW-Team. Konzerne, Kommunen und kirchliche Einrichtungen werden ebenso beraten und vertreten wie Bauunternehmen und Architekten, mittelständische Handwerksbetriebe, Landwirte, Biotech- und Computer-Unternehmen. Gesellschaftsrechtsexperte Hasso Werk erkennt für die kommenden Jahre viel Potenzial für Übernahmen und Fusionen durch südniedersächsische Unternehmen. „Es gibt hier viele erfolgreiche Firmen. Doch wer nicht mit wächst oder dem Wandel folgt, tritt auf der Stelle und wird auf der Strecke bleiben!“ Ihren Schwerpunkt sieht die Kanzlei natürlich weiterhin in der Region. Als Ausdruck dieser Verbundenheit unterstützt sie als Sponsor mit dem sehr erfolgreichen „Team Velo-Sport Göttingen“ den lokalen und überregionalen Radsport und ist Partner des Entscheider-Netzwerks von faktor. Die Ausweitung der internationalen Aktivitäten wird dabei gleichwohl nicht vernachlässigt. Inklusive der drei derzeitigen Partner Dr. Bodenburg, Zilian und Werk – Albrecht Sobirey schied Ende 2006 altersbedingt in den wohlverdienten Ruhestand aus – ist die Kanzlei derzeit 24 Köpfe stark. Damit zählt sie in Göttingen zu den größten Sozietäten. Im Konzert der international tätigen Wirtschaftskanzleien ist sie indes eine „Kleine unter den Großen“, aber eine „Große unter den Kleinen“ – wie man’s eben nimmt.

Bei Geschäften auf internationaler Ebene gilt SBZW aus Göttingen als Exot, besonders in den USA, wo man mit der niedersächsischen Universitätsstadt selten etwas anfangen kann. Dennoch bestehen gerade über den großen Teich hinweg sehr gute Geschäftsbeziehungen. „Ein großer Teil von Auslandsinvestitionen in Deutschland kommt derzeit aus den USA“, sagt der Vertragsrechtsfachmann Dr. Marc Cziesielsky, der auch in New York als Anwalt zugelassen ist. Verhandlungen komplett zweisprachig führen zu können, ist dabei ebenso von Vorteil wie über Kenntnisse des US-Rechtssystems zu verfügen. Das beugt rechtskulturellen Missverständnissen vor und verkürzt so manche Korrespondenz. Dr. Cziesielsky hatte sein Studium in Göttingen begonnen und beendet, aber durch einen Studienaufenthalt in den USA ergänzt. Das zweite juristische Staatsexamen schloss er im Jahr 2005 in seinem Durchgang als Landesbester ab. Danach entschied er sich wieder für Südniedersachsen und dort für SBZW, wo ihm die Möglichkeit gegeben wurde, seine internationale Kompetenz in einem Team von Spezialisten sofort einsetzen zu können. Ein schönes Gegenbeispiel für den oft beklagten „Brain Drain“ der Universitätsstadt, der viele Absolventen nach dem Studium den Rücken kehren. Die besonderen Vorzüge Göttingens erkennt man manchmal eben erst auf den zweiten Blick.

Text: BERTI KOLBOW