Enger Draht

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Text von: redaktion

Die Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU) setzt sich für die Belange von Familienunternehmen ein.

„Wir setzen uns bei Abgeordneten und Politikern für die Unternehmen und erfolgreiches Wirtschaften ein“, erklärt der Regionalkreisvorsitzende Tillmann Miritz eins der zentralen Anliegen der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU).

Die ASU ist politisch. Gegründet wurde sie 1949 von Unternehmern für Unternehmer als ein marktwirtschaftlich ausgerichteter Verband für Eigentum und Freiheit. Geführt wird die ASU von den Unternehmern selbst – sie bestimmen die inhaltliche Ausrichtung. Im Regionalkreis sind das neben Miritz noch Hans Georg Näder von Otto Bock, der Rechtsanwalt Ulrich Herfurth und Ralf Halbhuber von der Werbeagentur Studio 1.

Der Regionalkreis Südniedersachsen vereint mehr als 120 Mitglieder. Die monatlichen Treffen der Mitglieder schätzt Miritz zum Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmern besonders. Gelegentlich besucht der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Miritz Citrus Ingredients in Kirchgandern auch die Treffen des BJU (Bund Junger Unternehmer),wo sich die unter 40-jährigen Unternehmer versammeln (siehe faktor 3/2006). „Ich finde diesen Gedankenaustausch mit den jungen Menschen sehr inspirierend.“

Die ASU ist laut Satzung vor allem der Verband für Familienunternehmen in Deutschland. „Die ASU-Unternehmer haben ein Unternehmen gegründet oder gekauft, sind im Management aktiv involviert und haben damit einen maßgeblichen Einfluss auf die Unternehmensentwicklung“, erklärt Tillmann Miritz. Zudem müssen sie das 40. Lebensjahr vollendet haben. Die Messlatte, um Mitglied in der ASU zu werden, hängt hoch: eine Million Euro Jahresumsatz oder mindestens zehn Mitarbeiter. Das schaffen einige: Die deutschlandweit rund 5 000 Mitglieder führen ihre Familienunternehmen in allen Branchen. Sie beschäftigen rund 1,7 Millionen Mitarbeiter und erzielen einen Jahresumsatz von mehr als 180 Milliarden Euro. Präsident ist Patrick Adenauer, der Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers.

Text: MARCO BÖHME

Interessenvertretung für Familienunternehmen

„Die ASU vertritt die Interessen der Familienunternehmen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit“, erklärt Vorstandsmitglied Ulrich Herfurth. „Wir engagieren uns besonders für wirtschaftliche Selbständigkeit, Privatinitiative, Wettbewerb und für weniger Staat.“ Der Anwalt Herfurth, der in Göttingen lebt und in Hannover arbeitet, ist zugleich ASU-Landesvorsitzender und macht in dieser Position viel Lobbyarbeit. Er schätzt daran die Einflussnahme auf die Politik: „Wir haben einen engen Draht zum Wirtschaftsministerium in Hannover“, sagt Herfurth stolz, der seit über 30 Jahren Mitglied im ASU/BJU ist. Wichtig sind ihm außerdem die persönlichen Kontakte, woraus sich im Laufe der Jahre sogar einige Freundschaften über Branchen und Generationen hinweg ergeben hätten.

Wer die ASU, ihre Mitglieder oder die Arbeit des Vorstandes vor Ort erst einmal kennen lernen möchte, kann in einer so genannten Schnuppermitgliedschaft für die Dauer von sechs Monaten kostenlos die Leistungen in Ruhe prüfen und Veranstaltungen besuchen. Wer daran gefallen gefunden hat, zahlt einen jährlichen Mindestbeitrag von 650 Euro und kann so das interessante Unternehmer-Netzwerk nutzen.

Die Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU) ist ein marktwirtschaftlich ausgerichteter Verband für Eigentum und Freiheit. Mitglieder sind Unternehmer ab 40 Jahren, die mindestens zehn Beschäftigte oder eine Million Euro Jahresumsatz haben. Der Regionalkreis Südniedersachsen hat rund 120 Mitglieder.