Energie und Klima

©Stiebel Eltron
Text von: redaktion

Bürger wollen CO2 einsparen - und das in jedem Sektor. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige Stiebel Eltron-Trendmonitor. Ein weiteres Umfrage-Ergebnis kommt von ibau aus Münster: In der SHK-Branchenumfrage 'Stein im Brett' belegt Stiebel Eltron den ersten Platz in der Kategorie 'Klimatechnik'.  Außerdem präsentiert das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) die Ergebnisse der Forschung zum 'Einsatz von Latentwärmespeichern mit Wärmepumpen zum Lastmanagement von Stromnetzen' im Energy Campus.

Die Mehrheit der Bundesbürger will mit der Energiewende ernst machen: 57 Prozent sind mit einem Tempolimit auf deutschen Autobahnen grundsätzlich einverstanden. Gut jeder Dritte hält eine begrenzte Geschwindigkeit sogar für wichtig bis sehr wichtig, um die Umweltziele zu erreichen. Das sind Ergebnisse aus dem Energie-Trendmonitor 2019 von Stiebel Eltron. Dafür wurden 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt. „Die Verbraucher in Deutschland sehen die Energiewende als eine Baustelle, die den Straßenverkehr ebenso einbezieht, wie alle anderen klimaschädlichen Sektoren“, sagt Nicholas Matten, Geschäftsführer des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron.

Dabei wird die Einsparung von CO2  von fast allen Bürgern als besonders wichtiges Ziel genannt (91 Prozent), um den Klimaschutz zu verbessern. Gleichzeitig sind die Deutschen mit großer Mehrheit nicht einverstanden, dass die Politik die selbst gesteckten Verpflichtungen der Energiewende verfehlt. Nur 15 Prozent finden es verzeihlich, erst eine Agenda aufzustellen und dann an den festgelegten Hürden zu scheitern. Die Bilanz: Nur jeder vierte Befragte ist der Meinung, dass Deutschland mit der Energiewende heute bereits sehr gut vorangekommen ist.

Aktuell verursacht die Verbrennung fossiler Energieträger, beispielsweise Diesel, Kohle oder Gas, rund 80 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Davon geht rund ein Fünftel auf das Konto des Straßenverkehrs – ein Tempolimit auf Autobahnen zielt darauf ab, diese Quote zu verbessern.

Nicht auf den Straßenverkehr, sondern auf das Heizen von Häusern und Wohnungen entfällt allerdings der größte Anteil an CO2-Emmissionen privater Haushalte: Mehr als zwei Drittel der Energie wird für Erdgas und Mineralöl im Wärmesektor verbraucht. „Im Heizungskeller können die Bürger heute schon auf staatliche Förderung setzen und mit der privaten Energiewende starten“, so Matten. „Wer in seinem Zuhause auf eine Wärmepumpe als Heizungsanlage setzt, spart rund 2,5 Tonnen CO2 jährlich ein.“ Wärmepumpen sind mittlerweile in nahezu jedem Haus eine Heizungsalternative und zwar auch, wenn das Gebäude mit traditionellen Heizkörpern ausgestattet ist. „Dank großer Effizienzsprünge in den letzten Jahren sind heute selbst Wärmepumpen, die Umweltwärme ganz einfach aus der Umgebungsluft gewinnen, in der Lage, effizient bis zu 50 oder sogar 55 Grad Vorlauftemperatur zur Verfügung zu stellen.“ Darüber hinaus sind die Geräte die einzige Heizungsanlage, die im Sommer wie eine Klimaanlage kühlen kann.

Der Staat fördert den Einbau von umweltfreundlichen Wärmepumpen – im Neubau wie im Bestand. Über das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien (MAP) sind beispielsweise mehrere tausend Euro als Fördergelder möglich. Dabei müssen sich Handwerker oder Endkunden um fast nichts kümmern: Bis Ende des Jahres bietet Stiebel Eltron einen Gratis-Förderservice an – bei einem Komplettangebot eines Fachhandwerkers für eine Heizungsanlage des deutschen Wärmepumpen-Spezialisten übernimmt der Förderservice die komplette Fördergelder-Recherche und das Ausfüllen der entsprechenden Anträge.

Anlagentechniker Sanitär-Heizung-Klima, Gas-Wasser-Installateure sowie Klempner/Rohrleitungsbauer: Fachhandwerker aus diesen Bereichen haben jetzt bei der Markenuntersuchung ‚Stein im Brett‘ über den besten Hersteller in der Kategorie ‚Klimatechnik‘ abgestimmt. Mit ersten Plätzen in drei von vier abgefragten Kategorien – namentlich ‚Produktqualität‘, ‚Verarbeitungsfreundlichkeit‘ und ‚Weiterempfehlung‘ – landete Stiebel Eltron souverän an der Spitze der Gesamtbewertung. Die Befragung wurde durchgeführt von der ibau GmbH aus Münster.

„Wir freuen uns sehr über den Gesamtsieg“, so Matthias Goebel, Leiter Key Account Objektmanagement der Stiebel Eltron Deutschland Vertriebsgesellschaft. „Mindestens genauso erfreulich ist aber ein weiteres Ergebnis der Befragung: Stiebel Eltron ist mit weitem Abstand der bekannteste Hersteller – und das in einem Kundenkreis, der ja in der Regel nicht nur in der Klimatechnik, sondern vor allem auch in der Lüftungstechnik aktiv ist, einem wichtigen Segment in unserem Portfolio.“

Es zeigt sich: Das Bauen verändert sich. Neubauten sind längst nicht mehr nur Energieverbraucher, sondern auch Erzeuger. Doch was ist der beste Weg, mit Energie im Gebäude umzugehen? Wie kann möglichst viel Energie sinnvoll selbst genutzt werden, welche Speichermöglichkeiten gibt es, wie kann die Effizienz des Gesamtsystems optimiert werden? Einen Teil dieser Fragen untersucht das Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) jetzt in dem Forschungsprojekt ‚Einsatz von Latentwärmespeichern mit Wärmepumpen zum Lastmanagement von Stromnetzen‘. Projektpartner sind Stiebel Eltron, die Ruhr-Universität Bochum und die Firma HPS Home Solutions. Die Ergebnisse werden am 22. August in einem Abschlusskolloquium dem Fachpublikum präsentiert.

Neben elektrischen Speichern können Niedertemperatur-Wärmespeicher – sogenannte LowEx-Speicher – mit Wärmepumpen eingesetzt werden, um als Flexibilitätsoption für das Stromnetz zu dienen. Kombiniert mit einer modellprädiktiven Regelung lässt sich ein Verbund, bestehend aus Wärmepumpe, Wärmespeicher und elektrischer Batterie, optimal nutzen, um einen Lastausgleich für das übergeordnete Energiesystem zu ermöglichen und lokal das Angebot an elektrischer Energie, etwa von einer Photovoltaikanlage, mit dem Bedarf zu verknüpfen.

Das Abschlusskolloquium zum Projekt richtet sich an Ingenieure, Techniker und Planer aus den Bereichen Versorgungstechnik, technische Gebäudeausrüstung und Energietechnik sowie Wissenschaft und Forschung. Es findet am 22. August im Schulungs- und Kommunikationszentrum von Stiebel Eltron, dem Energy Campus, in Holzminden statt – einem ‚Reallabor für die Energiewende‘.