Energie managen

Text von: redaktion

Berater Carsten Hufenbach über Steuerentlastung ab 2013 und weitere Vorteile

Unter dem gegenwärtigen Einfluss zahlreicher wirtschaftlicher und politischer Faktoren schnellten die Energiekosten in der letzen Zeit rasant in die Höhe, was sich in den Betriebskosten deutlich widerspiegelte. Das Interesse an den Sparpotenzialen auf dem Energiegebiet stieg mit den wachsenden Kosten.

Gerechtfertigt stellen sich viele Unternehmer die Frage: „Was heißt es konkret für mein Unternehmen, sich mit der Energieeffizienz zu beschäftigen, und wie zahlt sich das aus?“ Die Bundesregierung erklärte sich dazu bereit, die Unternehmer, die Energiesparmaßnahmen vertreten, zu unterstützen und den Markt für Energiedienstleistungen konsequent zu fördern.

Neuerungen ab 2013

Ab dem Jahr 2013 wird die Bundesregierung den im Haushaltsbegleitgesetz zu beschließenden Spitzenausgleich im Rahmen der Energie- und Stromsteuer nur noch gewähren, wenn die Betriebe einen Beitrag zur Energieeinsparung leisten.

Es ist voraussehbar, dass in der Zukunft die Energieeffizienz ein sehr wichtiger Maßstab für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sein wird.

Irrtümlich glauben viele Unternehmen, dass Energieeinsparungsmaßnahmen nur mit teuren Technologien und langen Amortisationszeiten der Energieinvestments verbunden sind. Außer Acht lässt man die Möglichkeit, das Klimabewusstsein der Beschäftigten zu stärken und als Folge die Verhaltensweisen zu verändern.

Aus Unwissenheit werden die sinnvollen Veränderungen und Investitionen in die ferne Zukunft verschoben oder gar nicht realisiert.

Jedes Unternehmen hat seine individuellen Möglichkeiten, Energie zu sparen – diese gilt es im Rahmen des Energiemanagements zu untersuchen.

Energiemanagementsystem

Ein Energiemanagementsystem ist dabei ein bewährtes Instrument, um Optimierungspotenziale eines Unternehmens gezielt auszuschöpfen. Es umfasst alle Maßnahmen, die umgesetzt werden, um die geforderte Leistung bei minimal möglichem Energieverbrauch zu gewährleisten. Um den Gesamtenergieverbrauch nachhaltig zu senken und die Energie effizienz eines Unternehmens kontinuierlich zu verbessern, überwacht man mit Hilfe des implementierten Energiemanagementsystems die organisatorischen und technischen Abläufe sowie Verhaltensweisen.

Durch die systematische Erfassung der Energieströme und Analyse der Energieinfrastruktur ist es daher möglich, Sparpotenziale aufzudecken und Entscheidungen für Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu treffen.

Außerdem ermöglicht ein gelebtes Energiemanagementsystem, den gesetzlichen Anforderungen und Verpflichtungen gerecht zu werden und fordert die Systematisierung der energiesparenden Verhaltensweisen.

Was soll Ihr Unternehmen dazu ermutigen, ein Energiemanagementsystem einzuführen?

Wir nennen fünf gute Gründe dafür:

  1. Durch die Einführung von Energiemanagementsystemen können Betriebe erhebliche Kostensenkungspotenziale mobilisieren.
  2. Umwelt schützen und dem Klimawandel entgegenwirken. Die Folgen der klimatischen Entwicklungen sind schon heute deutlich zu spüren.
  3. Nachhaltig Wirtschaften: Ressourceneffizienz, der Vorrat an fossilen Energieträgern schwindet.
  4. Außendarstellung verbessern: mit der Zertifizierung nach DIN EN 16001:2009
  5. Gesetzliche Erleichterungen nutzen: von kostensenkenden Ausgleichsregelungen profitieren.

Unternehmen, die Energieeffizienz anstreben und diese in ihrer strategischen Planung berücksichtigen, senken nicht nur bereits innerhalb weniger Monate ihre Betriebskosten, sondern schaffen eine feste Basis für die Entwicklung einer wettbewerbsstarken Wirtschaft.

Autor Prof. Dr. Carsten Hufenbach ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung Dr. Hufenbach & Partner GmbH, Göttingen