Elektromobilität für Göttingen

© E.ON Mitte AG
Text von: redaktion

Die Region Göttingen treibt den Ausbau der Elektromobilität voran. Anlässlich der in Südniedersachsen startenden “Schaufensterregion E-Mobilität“ testet die Stadt Göttingen für rund vier Wochen ein Elektroauto der E.ON Mitte AG.

Vor allem der Fachdienst Klimaschutz und Energie unter Leitung von Dinah Epperlein wird den Wagen des Typs Peugeot i.On intensiv nutzen, um praktische Erfahrungen für den beruflichen Alltagsgebrauch zu sammeln.

Zuvor hatte bereits der Flecken Adelebsen das rein elektrisch betriebene Fahrzeug sechs Wochen lang Probe gefahren.

Am Dienstag hat Adelebsens Bürgermeisterin Dinah Stollwerck-Bauer das E-Auto im Beisein von E.ON Mitte-Vorstandsmitglied Thomas Weber und dem Leiter des Regionalzentrums Nord Armin Schülbe an Oberbürgermeister Wolfgang Meyer übergeben.

Meyer sagt: „Auch wenn wir uns in Sachen E-Mobilität im Rahmen der Aufgabenverteilung in der Metropolregion vor allem um den Radverkehr kümmern – der öffentliche, kommunale Einsatz und die private Nutzung von Elektroautos werden immer mehr an Bedeutung gewinnen. Deshalb ist eine solche Testphase auch für uns hoch interessant.“

Speziell auf Kurzstrecken sei das E-Auto eine sinnvolle Alternative zu Fahrzeugen mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, berichtet Stollwerck-Bauer von ihren Erfahrungen.

Angetan seien die Mitarbeiter der Verwaltung von dem Fahrkomfort. Speziell die Beschleunigungsfähigkeit habe überrascht.

Kritisch wurde der noch hohe Anschaffungspreis von E-Fahrzeugen bewertet. Da die Mitarbeiter aus Adelebsen fast ausschließlich innerhalb des kommunalen Gebietes für kürzere Dienstfahrten unterwegs seien, sei die Reichweite von rund 120 Kilometern ausreichend, so Stollwerck-Bauer weiter.

Auf dem Weg zur „Schaufensterregion Elektromobilität“

Die praktischen Erfahrungen mit den E-Autos möchte der regionale Energieversorger E.ON Mitte auch direkt in die von der Bundesregierung geförderte „Schaufensterregion Elektromobilität“ der Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen und Wolfsburg einfließen lassen, erklärt E.ON Mitte-Vorstandsmitglied Thomas Weber.

„Wir begleiten das Projekt aktiv als Partner und unterstützen in einem Teilprojekt das Centrum Neue Energien (CNE) in Jühnde bei der Erforschung neuer Technologien im Bereich der Elektromobilität“, so Weber.

Konkret werde der Auf- und Ausbau der Ladeinfrastruktur unter Einbeziehung eines intelligenten Stromnetzes erforscht, dem sogenannten smart grid.

In einem zweiten Teilprojekt zusammen mit der Stadt Göttingen laufen die Planungen für einen Schnellradweg für E-Bikes und Pedelecs.

Derzeit hat E.ON Mitte, teilweise in Kooperationen mit Kommunen, bereits mehr als ein Dutzend Ladesäulen im Netzgebiet in Betrieb genommen, von Hardegsen in Südniedersachsen über Kassel und Borken in Nordhessen bis nach Gelnhausen in Südhessen. Und weitere sind in Planung.

Die E-Autos von E.ON Mitte sind seit Mitte 2011 an verschiedenen Standorten im Netzgebiets des regionalen Energieversorgers im Einsatz und ersetzen auf kürzeren Strecken von bis zu 120 Kilometern herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aus dem eigenen Fuhrpark.