Einsatz für die „scharfe Gerdi“

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Text von: Redaktion

Bäume sind schön. Sie spenden Sauerstoff, reduzieren Lärm und Staub und in ihrem Schatten lässt es sich hervorragend ausruhen. Doch gerade Bäume in der Stadt sind häufig durch zu dichte Pflanzabstände, Bodenverdichtung oder Wurzelkappungen beeinträchtigt.

Im späten Herbst – wenn der Saftfluss im Holz zurück geht und die Vögel nicht mehr brüten – ist die richtige Zeit zu groß gewordene oder vitalitätsschwache Bäume zu fällen.

„Doch viele Bäume stehen in Höfen oder dicht an Grundstücksgrenzen. Dort wachsen sie in die Höhe bis sie eines Tages zum Problem werden“, sagt Carsten Beinhoff. Er ist Diplom-Ingenieur für Forstwirtschaft und Profi, wenn es darum geht, Bäume auf engstem Raum zu fällen. Er und sein Team rücken an, wenn im Garten oder Park bodenschonend und umweltverträglich Licht und Platz geschaffen werden soll und auf schweres Gerät wie Kräne, Hebebühnen oder Steiger-Wagen, die die Kosten in immense Höhen treiben würden, verzichtet werden soll.

Stattdessen steigt er über Gutzeug und Seil gesichert in die Kronenspitze auf und kann von dort aus jeden Punkt des Baumes erklettern und tote Äste entfernen oder schwere Äste entlasten.

„Wo wenig Platz ist, können wir auf diese Weise Bäume stückweise abtragen bis nichts mehr übrig bleibt – so passiert nichts an Zäunen, Dachrinnen oder an benachbarten Gebäuden“, sagt der sympathische Holzfäller und macht eine kleine Kompakt-Motorsäge startklar, die nur drei Kilo wiegt und die er ausschließlich für die Klettertechnik benutzt. Seine schweren Sägen mit Schnittschienen bis 80 Zentimetern und mehr als fünf PS bleiben diesmal am Boden. „Verlässliche Technik und eine gute Motorsäge macht nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch wichtig für die eigene Sicherheit“, sagt er. Das gilt auch für die Technik zur Entsorgung der abgeschnittenen Äste und Baumkronen. „Auf Wunsch bringen einen Mobil-Häcksler mit, der die Zweige und Äste an Ort und Stelle klein häckselt. Die Holzschnitzel nehmen wir mit oder sie können im Garten zum Düngen verwendet werden“, sagt Beinhoff, „die Stämme kann man als Brennholz verfeuern oder wir nehmen sie mit.“