Eine Million Euro für internationale Kooperationen

Text von: redaktion

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert das renommierte U4-Netzwerk, einen Zusammenschluss der Universität Göttingen mit den bedeutenden europäischen Hochschulen Gent, Groningen und Uppsala.

Die Georgia Augusta erhält für die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Netzwerk in den kommenden vier Jahren Fördergelder in Höhe von rund 935.000 Euro vom DAAD.

Mit der Unterstützung wollen die Partneruniversitäten unter anderem die internationale wissenschaftliche Forschung ihrer Promovierenden fördern, gemeinsame Forschungsprojekte weiterentwickeln und neue Kooperationsbereiche in Forschung und Lehre identifizieren.

Die Förderung erfolgt über das DAAD-Programm „Strategische Netzwerke und Partnerschaften“. Von 117 eingereichten Anträgen wurden 21 bewilligt.

„Das U4-Netzwerk verbindet die Universität Göttingen mit drei herausragenden europäischen Volluniversitäten. Auf der Basis unserer exzellenten und langjährigen Kontakte werden wir mit der Unterstützung des DAAD gemeinsam unseren wissenschaftlichen Nachwuchs gezielt fördern können, um ihm zukünftig bessere Karrierewege zu ermöglichen“, so Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales der Universität Göttingen.

Konkret werden die Kooperationspartner mit der Förderung ihren Promovierenden in allen Fächern verstärkt Auslandsaufenthalte an den Partnerhochschulen ermöglichen.

Insgesamt 17 gemeinsame Summer Schools und Fachkonferenzen sind geplant, außerdem Workshops zu gemeinsamen Forschungsprojekten und möglichen neuen Kooperationsbereichen.

Darüber hinaus wollen die Partneruniversitäten die Zahl ihrer gemeinsamen internationalen Studiengänge erhöhen und ihr Verwaltungspersonal im Bereich der interkulturellen Kompetenz weiterbilden.

Das 2008 gegründete U4-Netzwerk ist ein wesentlicher Bestandteil der Internationalisierungsstrategie der Universität Göttingen. Die Kooperation umfasst nahezu alle Ebenen der beteiligten Universitäten in Lehre, Forschung und Administration. Neben bislang sechs gemeinsamen internationalen Studiengängen und einem aktiven Studierendenaustausch sind seit der Gründung des Netzwerks zahlreiche gemeinsame Forschungsprojekte entstanden.

In den vier Bereichen Biomedizin und Pharmazie, Wissenschaft und Technologie, Geisteswissenschaften sowie Sozial- und Rechtswissenschaften arbeiten Wissenschaftler der Partnerhochschulen unter anderem an Themen wie dem alternden Gehirn, Biodiversität, Teilchenphysik, Religionswissenschaften oder global governance und Regulierung. Darüber hinaus erstellen die Partnerhochschulen derzeit ein gemeinsames Konzept für die Nutzung der an allen vier Standorten vorhandenen wertvollen akademischen Sammlungen.