Eine letzte frage

©Alciro Theodoro da Silva
Text von:

Detlev Johannson blickt vor seinem Ruhestand auf 40 Jahre im Amt bei der Stadt Göttingen zurück.

Nach 40 Jahren im Amt als Pressesprecher der Stadt Göttingen und damit auch nach zahlreichen Höhen und Tiefen beendet Detlef Johannson im März seinen Dienst. Geboren am 27. August 1951 in der Eulenspiegelstadt Mölln zog es ihn Ende der 1960er-Jahre nach Göttingen. Zunächst war er als kommunalpolitischer Zeitungsredakteur aktiv, wechselte dann aber 1978 als Pressesprecher zur Stadt und war parallel über Jahre auch als Sprecher bei der Stadtwerke AG aktiv. Johannson lebt heute in einer glücklichen Partnerschaft, Dritter im Bunde ist sein Chow-Chow Tao. Seine Freizeit widmet er am liebsten der Literatur und trägt trotz aller Rückschläge als HSV-Fan stets die Raute im Herzen. Auf die Frage nach seinen Plänen im anstehenden (Un-)Ruhestand sagt er: „Ich mag keine Unruhe und keine Planwirtschaft: ad multos annos!“

Ein Blick in die Zukunft: Wie sehen Sie Göttingen in 40 Jahren?

In der Kommunalgemeinschaft Göttingen-Bovenden-Rosdorf leben rund 170.000 Menschen und profitieren von den Anfang des dritten Jahrzehnts wirksam gewordenen Wohnungsbauprogrammen – auch weil man auf alte Gemeindegrenzen keine Rücksicht nehmen musste. Die meisten Menschen fahren auf einem dichten, 20 Kilometer langen Netz von E-Radschnellwegen Rad. In den Ortsteilen sorgen E-Mobile als Anrufsammeltaxis für Mobilität. Das Measurement Valley in und um Göttingen ist Mekka der Messtechnik geworden. In Göttingen feiert man den mittlerweile 50.  Nobelpreisträger, die Universität ihre erneute Aufnahme in das Exzellenzprogramm. Zeitungen gibt’s nicht mehr, stattdessen über 100 interaktive Infostellen im Stadtgebiet. Ach ja: Die BG hat den Sprung in die inzwischen als Spielklasse etablierte Europa-Liga nicht geschafft.