Eine Kommune für alle

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Am gemeinsam von Stadt und Landkreis initiierten Modellprojekt „Inklusion Bewegen“ haben sich über das vergangene Jahr hinweg mehr als 100 Menschen aktiv beteiligt. Gemeinsam wurden Hindernisse und Barrieren für Menschen mit Behinderung in den Blick genommen und Ansätze für einen „kommunalen Fahrplan zu einem inklusiven Gemeinwesen“ entwickelt. Die Ergebnisse sollen auf dem kommenden Inklusionsforum der Öffentlichkeit präsentiert und miteinander diskutiert werden.

Spannende Impulse für das Göttinger Modellprojekt kann man außerdem vom Referat des Kassler Inklusionsexperten Ottmar Miles-Paul und von Ilona Friedrichs Erfahrungsbricht aus dem Werra-Meißner-Kreis erwarten.

„Das kontinuierliche und oft ehrenamtliche Engagement so vieler Menschen für Inklusion kann gar nicht zu hoch eingeschätzt werden “, so Siegfried Lieske, Schuldezernent der Stadt. In den aktuell fünf Handlungsbereichen Arbeit, Wohnen, Freizeit, Mobilität und Bildung seien viele Fragen konstruktiv und lösungsorientiert angegangen worden.

Marcel Riethig, Sozialdezernent des Landkreises, stellt den demokratischen Gehalt heraus, um dem es bei der Inklusion auch gehe: „Bürgerinnen und Bürger begreifen sich immer stärker als mitverantwortlich für Planungs- und Gestaltungsprozesse in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld.“ Auch wenn „Inklusion Bewegen“ bei Barrieren und Hemmnissen für Menschen mit Behinderung ansetze, gehe es dabei um eine offene und demokratische Gesellschaft, in der sich jeder Mensch frei entfalten könne.
Das Forum „Inklusion Bewegen“ ist ein offenes Bürgerforum: alle Interessierten sind herzliche eingeladen sich zu informieren und mitzumachen. Gerade Menschen mit Behinderung sind als Experten in eigener Sache aufgefordert, sich mit Ihren Erfahrungen und Kenntnissen zu beteiligen.

Das Forum findet am 22. Februar ab 13:30 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathaus Göttingen statt. Weitere Informationen unter www.inklusion-bewegen.de oder direkt bei Klaus Baethge von der „Geschäftsstelle Inklusion Bewegen“.