Einbecker Brauhaus setzt auf antizyklisches Verhalten

Text von: redaktion

Der immer härter werdende Wettbewerb belastet die deutsche Brauwirtschaft zunehmend und auch die Einbecker Brauhaus AG verzeichnet einen Absatzrückgang. Dennoch setzt das Unternehmen auf gezielte Investitionen in die Marke und somit in die Zukunft.

Wesentliche Einflussfaktoren für die negative Entwicklung des Gesamtbiermarktes waren vor allem das außergewöhnlich kalte und unbeständige Wetter, die Auswirkungen des Nichtraucherschutzgesetzes und die ungünstige demographische Entwicklung.

Auch die positiven Absätze im Monat Juni mit plus 7,8 Prozent aufgrund des Sommerwetters und der Fußball-Weltmeisterschaft konnten das negative Absatzergebnis der ersten fünf Monate nicht vollständig auffangen.

„Das haben auch wir in unserer Absatzstatistik zu spüren bekommen“, so der Vorstand der Einbecker Brauhaus AG. „Hinzu kamen massive und volumenfixierte Aktionsverkäufe der nationalen Anbieter, die für einen ruinösen Preisverfall gesorgt haben und mit denen wir im direkten Wettbewerb stehen.“

Die niedersächsische Traditionsbrauerei erteilt diesem Prinzip, profilierte Marken unter Wert zu verschleudern, eine deutliche Absage. Den verschärften Rahmenbedingungen setzt die Einbecker Brauhaus AG stattdessen eine werthaltige Markenpolitik entgegen.

Der Vorstand: „Wir verzichten lieber auf unprofitable Hektoliter, um unsere ertragsstarken Marken mittel- und langfristig zu erhalten. Für die möglichen Hektoliterzuwächse würden wir im Endeffekt einen hohen Preis zahlen.“

Dem hohen, von Überkapazitäten geprägten Mengen-, Preis- und Aktionsdruck stemmt sich die Einbecker Brauhaus AG weiterhin konsequent entgegen.

„Damit verbunden ist, dass wir uns nicht auf alten Erfolgen ausruhen. Statt passiv abzuwarten verhalten wir uns antizyklisch und nehmen dabei bewusst auch eine vorübergehende Durststrecke in Kauf“, betont der Vorstand.

„Der gute Name, das Profil und die Persönlichkeit einer Marke will gerade auch in schwierigen Zeiten gepflegt werden. Wir investieren daher gezielt in den Markt und damit auch in die Zukunft unserer etablierten Marke Einbecker.“

Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht das Sortiment in der Einbecker Exklusiv-Flasche. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010 standen gezielte Marketingaktivitäten sowie bedarfsgerechte Produkt- und Gebindeneuheiten im Fokus.

Zusammen mit einer deutlich sichtbaren Werbepräsenz sorgte der einheitliche Einbecker Markenauftritt für einen spürbaren Imagezuwachs. Der Vorstand: „Das ist unser wertvollstes Kapital – und wir sind überzeugt, dass sich dies auch mittelfristig wieder im Ertrag zeigen wird.“

Der Biermarkt wird nach Ansicht der Einbecker Brauhaus AG auch im zweiten Halbjahr 2010 einem hohen Mengen- und Preisdruck unterliegen.

„Aufgrund der weiterhin vorhandenen Überkapazitäten und der negativen Absatzentwicklung im ersten Halbjahr 2010 beurteilen wir die Entwicklung auf dem deutschen Biermarkt weiterhin zurückhaltend“, so der Vorstand.

„Mit der Optimierung der Vertriebsorganisation, den getätigten Marketing- und Marktinvestitionen sowie optimierter Prozessabläufe rechnen wir dennoch mit einem Anstieg der Umsatzerlöse sowie einer verbesserten Kostenstruktur, um so in 2010 einen Jahresüberschuss zu erzielen.“