Einbecker Brauhaus AG gut positioniert

Text von: redaktion

Bei der Hauptversammlung der niedersächsischen Traditionsbrauerei am 30. Juni 2010 gab das Unternehmen bekannt, dass trotz eines rückläufigen Gesamtbierabsatzes weitere Marktanteile gewonnen werden konnten.

Mit einem nahezu konstanten Gesamtabsatz von 797.938 hl (minus 25 hl) ist es der Einbecker Brauhaus AG im Geschäftsjahr 2009 gelungen, sich in einem unverändert rückläufigen Biermarkt stabil zu behaupten und den Gesamtabsatz der Einbecker, Göttinger und Kasseler Marken in etwa auf Vorjahresniveau zu halten.

Die Bierausfuhrmenge in die EU/Drittländer erhöhte sich um 3.714 hl auf 31.963 hl. Diese erfreuliche Entwicklung ist das Ergebnis einer Akquisition in Japan/China sowie das „bierfreundliche“ Wetter in Südeuropa.

Im Geschäftsjahr 2009 standen gezielte Marketingaktivitäten sowie bedarfsgerechte Produkt- und Gebindeneuheiten im Fokus. So wurde der Markenauftritt aller Sorten in der Einbecker Exklusivflasche aktualisiert und für jüngere Zielgruppen geöffnet.

Zusammen mit einer deutlich sichtbaren Werbepräsenz auf Plakaten, in Funkspots, im Internet und bei Promotions im Handel
und in der Gastronomie sorgte der Relaunch für einen erfreulich positiven Imageschub.

Der Bilanzgewinn beläuft sich auf 558.000 Euro, der sich aus dem Ergebnis 2009 mit -192.000 Euro und dem Gewinnvortag aus 2008 in Höhe 750.000 Euro zusammensetzt. Dabei ist das Ergebnis 2009 wesentlich vom hohen Materialaufwand und die Rückstellungen für Drohverluste geprägt.

Zum 31. Dezember 2009 beschäftigte die Einbecker Brauhaus AG 169 Mitarbeiter in einem Dauerarbeitsverhältnis und 19 Auszubildende.

Die Brauereien erleben derzeit eine äußerst schwierige und kaum zu prognostizierende Marktentwicklung. Mit der Fokussierung insbesondere auf Einbecker Brauherren Pils und Einbecker Ur-Bock will sich die Einbecker Brauhaus AG dieser Marktentwicklung auch in Zukunft erfolgreich entgegen stemmen.

Das Unternehmen rechnet für die kommenden Jahre mit einem moderaten Rückgang des Bierabsatzes und des Pro-Kopf-Verbrauchs in Deutschland, schätzt jedoch, dass der Trend zu Premium-Marken und Spezialitäten auf der einen Seite sowie zu preisgünstigen Bieren auf der anderen Seite anhalten wird.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die niedersächsische Traditionsbrauerei als feste Größe in ihrem Heimatmarkt und als nationaler Marktführer im Segment der Bockbiere gute Zukunftsaussichten hat. Die 600-jährige Brautradition, ein umfassendes Sortiment sowie die klare Markenstrategie bilden den Grundstein dafür.