Einbecker Brauhaus AG entwickelt sich besser als der Markt

Text von: redaktion

Mit einem nahezu konstanten Gesamtabsatz von 798.000 Hektoliter ist es dem Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 gelungen, sich in einem unverändert rückläufigen Biermarkt stabli zu behaupten. Die Erschließung neuer Zielgruppen steht künftig im Mittelpunkt.

Der immer härter werdende Wettbewerb belastet die deutsche Brauwirtschaft zunehmend. Der Gesamtumsatz in Deutschland sank um 1,1 Prozent auf 102,9 Millionen Hektoliter Bier. Biermischungen hatten daran einen Anteil von 4,1 Prozent.

Dennoch konnte sich die Einbecker Brauhaus AG behaupten und den Absatz ihrer Einbecker, Göttinger und Kasseler Marken auf Vorjahresniveau halten.

Per 31. Dezember 2008 verzeichnete das Unternehmen einen Absatz von 590.614 Hektolitern (+/- 0 Prozent) in ihrem Marktsegment, das ertragsschwache Handelsmarkengeschäft sank um 0,5 Prozent auf 1.104 Hektoliter. Damit liegt die Einbecker Brauhaus AG insgesamt mit einem leichten Absatzrückgang von minus 0,2 Prozent im Jahr 2008 über Marktniveau.

Das Segment „Preisgünstige Biere mit der Marke Nörten-Hardenberg wächst weiter überproportional, während das „Konsumbier-Segment“ mit dem Marken Einbecker Pilsener, Göttinger- und Martini-Marken 2008 extrem unter Druck stand.

Besonders erfreulich war der Zugewinn bei den Bockbieren, zum einen dem Mai-Ur-Bock und zum anderen dem neu eingeführten Einbecker Winter-Bock. Durch eine klare Premium-Positionierung mit begleitenden Marketingmaßnahmen konnte der Absatz gesteigert werden.

Beim Export in die EU und Drittländer jedoch verbuchte das Unternehmen einen Rückgang. Besonders in Italien, USA, China und Japan sind daher Aktionenen geplant, um für „Bier made in Germany“ zu begeistern.

Insgesamt stellt sich das Brauhaus auf harte Zeiten ein und reagiert mit antizyklischem Verhalten: Mehr und auch gezieltere Aktivitäten und bedarfsgerechte Produkt- und Gebindeneuheiten lautet ihr Konzept.

Der eingeschlagene Kurs „Stärkung der definierten strategischen Marken“ wird konsequent fortgeführt. Der Markenauftritt wurde durch neu gestaltete Flaschenetiketten bereits überarbeitet, um so auch neue Zielgruppen zu erreichen. Mit einem einheitlichen Markenauftritt soll schon optisch vermittelt werden, dass Einbecker ein Premium-Genuss ist.

Auch die aktuelle Kampagne für Einbecker Mai-Ur-Bock, die Halbliter-Dose für Mai-Ur-Bock, neue Gebinde wie die Klarglasflasche für Einbecker Gold und die Einführung von Einbecker Alster sind zielgerichtete Maßnahmen, die das Geschäftsjahr 2009 begleiten werden.

Dem weiterhin bestehenden Mengen- und Preisdruck auf dem Biermarkt soll mit aktivem Kostenmanagement, einer optimierten Vertriebsstruktur und einer Konzentration der werblichen Aktivitäten auf das Wesentliche begegnet werden.

Der 2008 erzielte Bilanzgewinn in Höhe von 1,29 Millionen Euro ermöglicht eine Dividende von 0,25 Euro je Stückaktie. Und Vorstandsmitglied Lothar Gauß ist zuversichtilch: „Es wird uns aus heutiger Sicht gelingen, ein befriedigendes Ergebnis für 2009 zu erzielen.“