Ein Herz ist kein Fußball

© Ramba Zamba
Text von: redaktion

Spieler mit sog. geistiger Behinderung, Musiker, eine Jugendgruppe an Trommelfässern, Bildende Künstler und Techniker wollen den Ball ins Tor bringen: nämlich das Publikum mit sinnlichen Kostümen, frechen Masken, einer fantasievollen Bühne und hinreißender Musik verzaubern. Sie gastieren am 15. Juni im Staatstheater Kassel.

RambaZamba gehört zu den knapp 50 Projekten, welche die Jury unter Leitung von André Heller für das offizielle Kunst- und Kulturprogramm der Bundesregierung zur FIFA WM 2006 TM in Zusammenarbeit mit dem OK FIFA WM 2006 ausgewählt hatte.

Anlässlich der Frauenfußball-WM 2011 geben sie erneut eine Vorstellung des beliebten Bühnenstücks.

Erst im Miteinander von Musik, Tanz und Mimik entsteht die eigentliche Botschaft des Stückes. Um den Ball und die Zeit zu beschwören, zeigen sich währenddessen auf dem Spielfeld ganz unerwartete Talente – verpackt in Musik, Tanz und Wettkämpfe der sonderbarsten Arten.

Ein Liebespaar, zwei weibliche Clowns, Trommelfeuer auf Schlagzeugen und…. Was genau passiert, kann niemand vorhersehen, denn beim Theater RambaZamba wird improvisiert und immer wieder neu erfunden.

Natürlich werden Grundbausteine geprobt: Blutgrätsche, Doppelpass, Mauern und Schwalben werden trainiert. Aber was für Tore fallen, hängt noch von vielen anderen Dingen ab: vom Mannschaftsgeist, vom Stand des Mondes, vom Kampfgeist und der Tagesform.

Eines kann aber mit Sicherheit vorausgesetzt werden: Freude am Spiel. Ob mit oder ohne Ball. Wie immer bei RambaZamba entwickelt die Gruppe aus Improvisationen über das Thema ein ganz neues, noch nie da gewesenes Stück. Noch weiß niemand, wie es ausgeht. Beginnen könnte es so: Es war einmal ein Fußballspiel…

Es gibt zwei Vorstellungen am 15. Juni: Um 13 Uhr und um 19.30 Uhr. Die Karten kosten 13,50 Euro (ermäßigt 9 Euro) und sind telefonisch bestellbar unter 0561 / 1094-222.

Ramba Zamba ist die theatralische Compagnie der Berliner Kunstwerkstatt Sonnenuhr für Menschen mit so genannter geistiger Behinderung, zumeist mit Down Syndrom. Nach begeistert aufgenommenen Aufführungen 2007 und 2009 kommen die Theaterprofis zum dritten Mal nach Kassel.