Eigenkapitalforum der Familienunternehmer

Text von: redaktion

Eine breite Palette an Finanzquellen steht Unternehmen in Niedersachsen zur Verfügung. Die Träger der Programme präsentierten in dem Forum von über 60 Familienunternehmern ihre Angebote.

„Beteiligungsgesellschaften, Beteiligungsbörse, Landesgarantien und die neuen Beteiligungsfonds des Landes ergänzen sich nun in hervorragender Weise“, so Sabine Johannsen, Vorstand der NBank in Hannover. Hinzu kommen die Landesdarlehen der NBank.

Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft des Landes (MBG) geht direkte und indirekte Beteiligungen bei kleinen und mittleren Unternehmen ein.

Detlef Siewert, Geschäftsführer der MBG erklärte, dass die Unternehmen bis zum Alter von 5 Jahren Sonderkonditionen erhalten. Sanierungsfälle kommen nicht in Betracht.

Die neuen Beteiligungsfonds des Landes (NBeteiligungen) beteiligen sich an Unternehmen in Höhe von 250.000 Euro zu 2,5 Mllionen Euro. Das Kapital dient Investitionen in Innovationen oder Wachstum, erläuterte Georg Henze, Geschäftsführer der NKB, Kapitalbeteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH und Leiter der Finanzierungsberatung der NBank.

In einer Größenordnung von 2 bis 20 Millionen Euro geht die Nord Holding Kapitalbeteiligungen an Unternehmen ein. Die Holding konzentriert sich zunehmend auf Mehrheitsbeteiligungen, insbesondere bei Generationswechseln oder Management Buy Outs. Anders als andere Gesellschaften kann sie Beteiligungen auch langfristig halten, stellte Rainer Effinger dar, Mitglied der Geschäftsleitung der Nord Holding.

Ulrich Herfurth, Landesvorsitzender der Familienunternehmer und Partner der Herfurth & Partner Rechtsanwaltsgesellschaft erörterte im Forum die Konstruktion von Beteiligungen an Familienunternehmen, insbesondere die Mitsprache- und Kontrollrechte und die verschiedenen Modelle von Optionen und Vorzugsrechten beim Anteilsverkauf oder Ausscheiden von Gesellschaftern. Die für die Beteiligungsbörse NCapital erarbeiteten Musterklauseln räumen den Kapitalgebern hingegen eine freie Verfügung über ihre Kapitalanlage ein.

„Die Beteiligung von externen Partnern stärkt ein Unternehmen deutlich“, betonte Herfurth, „allerdings müssen sich auch die betreffenden Unternehmer innerlich auf die Partnerschaft einrichten, um Kapital und Netzwerke richtig nutzen zu können.“