Ehrendoktorwürde für Göttinger Juristen

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Text von: redaktion

Kai Ambos erhält Auszeichnung der Nationaluniversität des peruanischen Amazonas.

Der Jurist Kai Ambos von der Universität Göttingen hat die Ehrendoktorwürde der Universidad Nacional de la Amazonía Peruana erhalten.

Die Nationaluniversität des peruanischen Amazonas zeichnete ihn damit für seine Verdienste um das lateinamerikanische und insbesondere das peruanische Straf- und Strafprozessrecht sowie seinen Einsatz für die Justizreformen in Peru und anderen lateinamerikanischen Ländern aus.

Ambos konzentriert sich in seiner Forschung hauptsächlich auf das internationale Strafrecht sowie das ausländische Straf- und Strafprozessrecht, und dort insbesondere auf das Gebiet Lateinamerikas. Die Juristische Fakultät der Universität Göttingen wird im kommenden Jahr eine eigene Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht einrichten.

Kai Ambos, Jahrgang 1965, studierte Rechts- und Politikwissenschaft an der Universität Freiburg im Breisgau, der Oxford University in England und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

1992 wurde er an der LMU promoviert. Anschließend absolvierte er den juristischen Vorbereitungsdienst am Landgericht Freiburg. Von 1995 bis 2003 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg, unter anderem als Referent für internationales Strafrecht und Hispanoamerika, sowie wissenschaftlicher Angestellter und Assistent an der Universität Freiburg.

Parallel dazu habilitierte er sich an der LMU in den Fächern Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie, Rechtsvergleichung und Völkerrecht. 2003 folgte er einem Ruf an die Universität Göttingen, 2006 wurde er zum Richter am Landgericht Göttingen ernannt.