Durchblick

© Alciro Theodoro da Silva
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Gründer Dirk Diederich vom IGR in Göttingen startet durch.

Dirk Diederich heißt der Preisträger des im Februar 2010 erstmals verliehenen Preises „Gute Gründe(r)“.

Die GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH zeichnet mit diesem Preis inbesondere neue, vielversprechende und tragfähige Geschäftsideen aus.

Entscheidend dabei sei, so betonten Geschäftsführer Klaus Hoffmann und Prokurist Klaus Rüffel bei der Preisverleihung, ein positives Gründungsklima in Göttingen zu fördern und Mut zu machen für den Schritt in die Selbständigkeit.

Mit Unterstützung der GWG gründete Dirk Diederich 2008 das Institut für Glas- und Rohstofftechnologie (IGR). Im vergangenen Jahr bezog das IGR seinen neuen Standort im Science Park und beschäftigt inzwischen sechs Mitarbeiter, darunter eine Auszubildende.

Als unabhängiges und neutrales Institut steht das IGR neben umfangreichem Consulting auch für analytische Qualitätssicherung zur Verfügung.

Hierzu gehören die physikalische und chemische Glasanalytik und die Qualitätskontrolle von Gläsern jeglicher Art sowie die Qualitätssicherung von Glasrecyclingmaterialien und die Rohstoffüberwachung.

Diederich blickt auf eine fast 20-jährige Erfahrung als Laborleiter und Glastechnologe bei einem renommierten Unternehmen der Hohlglasproduktion zurück. „Mit unserer Arbeit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz.“

Im Sinne einer effektiven Kreislaufwirtschaft werden Abfälle vermieden oder reduziert und alternative, umweltfreundliche Rohstoffe zurückgewonnen. Zusätzlich beschäftigt sich IGR mit Bereichen außerhalb der Glasindustrie, wie etwa Keramik, Baustoffe, Metalle und elektronische Abfälle.

Diesem Konzept vertraute der zweifache Familienvater so stark, dass er die Führungsposition in einem Unternehmen aufgab und den Schritt in die Selbständigkeit wagte. Ein Grund mehr für die GWG, ihn mit der Urkunde „Gute Gründe(r)“ auszuzeichnen und so sein Engagement öffentlich zu würdigen.

„Unternehmerisches Talent und Engagement – Gründern gebührt gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine besondere Anerkennung“

betont Klaus Hoffmann. Für Dirk Diederich selbst ist mit dem mutigen Schritt ein Traum in Erfüllung gegangen, denn der Werkstoff Glas begeistert ihn schon lange, und so ist das IGR für ihn zu einer Mischung aus Hobby und Beruf geworden.

Diesen Enthusiasmus und das Fachwissen erkannten auch die Kunden sehr schnell, und so konnte er schon nach kurzer Zeit auf zufriedene Kunden aus Deutschland, Europa, Nordamerika, Asien und Afrika verweisen.

Selbstverständlich steht für den Existenzgründer der Kunde mit seinen Wünschen immer im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns – das spüren die Kunden und stimmen ihm zu, wenn er selbstbewusst sagt, „dass wir mehr als Andere können“.

Doch nicht nur das eigene Können sieht Diederich als faktor seines Erfolges, sondern auch die umfangreiche Unterstützung, die er in der Gründungsphase erfuhr: „Die GWG unterstützte mich und stand sowohl bei finanziellen Fragen als auch bei der Suche nach den passenden Laborräumen beratend zur Seite.“

Er verweist insbesondere auf die guten Verkehrsanbindungen am neuen Standort sowie die tatkräftige Unterstützung durch die GWG beim Bezug der neuen Räumlichkeiten.

„Die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung sind auf die Schaffung neuer und nachhaltiger Arbeitsplätze ausgerichtet. Daher ist die Gründung des IGR ein vielversprechender Baustein, um im Standortwettbewerb um kluge Ideen und kluge Köpfe erfolgreich zu sein“, unterstreicht Klaus Hoffmann den Erfolg des neuen Institutes und sieht im IGR und Dirk Diederich einen verdienten ersten Preisträger des neuen Wirtschaftspreises „Gute Gründe(r)“.

Die Urkunde „Gute Gründe(r)“ wird zukünftig vier Mal im Jahr von der GWG an neue Unternehmen vergeben. So werden vielversprechende und tragfähige Geschäftsideen ausgezeichnet, die in besonderer Weise geeignet sind, ein positives Gründungsklima in Göttingen zu fördern und um Mut zu machen, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen.