DRK Fachhochschule Göttingen: Schließung unabwendbar

Text von: redaktion

Das Deutsche Rote Kreuz sieht keine Perspektive mehr für seine Fachhochschule in Göttingen. Kooperationen mit anderen Hochschulen stellen keine umsetzbare Lösung dar.

Die Hochschule sieht sich gezwungen, keine neuen Studienplätze für Sozial- und Pflegemanagement mehr anzubieten und ihren Betrieb zum Ende des Sommersemesters 2008 einzustellen. Die 120 Studierenden sollen Gelegenheit erhalten, innerhalb der Regelstudienzeit ihre Abschlussprüfung abzulegen. Für die Beendigung der Arbeitsverhältnisse der 15 Beschäftigten werden faire Lösungen angestrebt.

Alle Versuche, Kooperationslösungen mit anderen Hochschulen zu finden, waren nach Angaben des Trägervereins mit nicht realisierbaren finanziellen Forderungen verbunden. Hinzu komme, dass im Sozial- und Pflegemanagement für das DRK immer mehr dezentrale berufsbegleitende statt der angebotenen Vollzeitstudiengänge nachgefragt würden.

DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil: „Wir haben uns diese Entscheidung angesichts der hohen fachlichen Anerkennung der FH im DRK nicht leicht gemacht, können aber auf Dauer die erforderlichen Zuschüsse nicht bereitstellen. Jetzt steht im Vordergrund, den Studierenden einen erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zu ermöglichen. Dieser Verantwor-

tung werden wir uns nicht entziehen. Das DRK bedauert außerordentlich, dass trotz der Kompetenz und des Engagements des Lehrkörpers und der Beschäftigten der FH für diese fachlich anerkannte Institution keine Perspektive mehr besteht.“

Der Göttinger Oberbürgermeister Wolfgang Meyer hat die Entscheidung zur Schließung der Göttinger Fachhochschule im DRK mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen. In einem Schreiben an den Präsidenten und die Kanzlerin der Hochschule betonte Meyer, die DRK – Fachhochschule habe in Göttingen exzellente praxisnahe Studienangebote im Gesundheitsmanagement gemacht, die sowohl bei Studieninteressenten wie bei Arbeitgebern auf großes Interesse gestoßen seien.

Meyer dankte dem Management der DRK – Fachhochschule für das große Engagement bei der langwierigen und schwierigen Suche nach einem Zukunftsmodell. Es sei bedauerlich, dass diese Bemühungen trotz der vielfältigen Bereitschaft zur Unterstützung in der Region nicht erfolgreich sein konnten.