Dreigroschenoper im Deutschen Theater

Text von: redaktion

Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill feiert am Samstag, dem 27. März 2010 um 19.45 Uhr, Premiere im Deutschen Theater. Die Inszenierung von Intendant Mark Zurmühle und dem Berliner Choreographen Jo Siska gibt eine unterhaltsame und aggressive Antwort auf aktuelle Krisen.

Die Dreigroschenoper führt in das viktorianische Zeitalter und in die Verbrechervorstädte Londons zu den ärmsten Schichten der Bevölkerung. Hier herrscht ein wütender Existenzkampf zwischen zwei skrupellosen Geschäftsleuten.

Auf der einen Seite der Bettlerkönig Jonathan Jeremiah Peachum, der mit seiner Firma „Bettlers Freund“ aus dem Elend anderer Kapital zu schlagen versucht. Auf anderen Seite Mackie Messer, der Chef einer erfolgreichen Bande von Straßenräubern, Einbrechern, Vergewaltigern und Brandstiftern.

Als Peachum von Mackies Heirat mit seiner Tochter Polly erfährt, beginnt er einen Krieg auf Leben und Tod, aus dem auch noch die Prostituierten Londons unter der Führung der Spelunken-Jenny und sogar der durch und durch korrupte Londoner Polizeichef Tiger Brown ihren Profit schlagen.

Und heute? Sind die Verhältnisse schon fast wieder so wie 1928/1929?

Vielleicht ja. Und so werden aus Bankern Bankster, gilt die Devise: nur eine Bad Bank ist eine gute Bank, und nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm.

Mit ihrer 1928 uraufgeführten Dreigroschenoper gelang es Bertolt Brecht und Kurt Weill, die weltweiten sozialen und ökonomischen Zerfallsprozesse des zwanzigsten Jahrhunderts pointiert in Szene zu setzen.

Die Uraufführung wurde einer der größten Erfolge der Theatergeschichte. Berühmt sind Mackie Messers Abschiedsworte: „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?