DLR strebt internationale Spitzenposition an

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Text von: redaktion

Die Abteilung Turbine des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen beginnt im Herbst 2009 mit dem Bau eines neuen Turbinenprüfstandes, in dem Flugzeugturbinen in Originalgröße und unter realistischen Einsatzbedingungen getestet werden können.

„Der neue Turbinenprüfstand wird zu den international leistungsstärksten Testeinrichtungen für Flugzeugturbinen zählen“, sagte Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR.

Der Prüfstand soll in der Lage sein, die Turbinen moderner Flugzeuge in Originalgröße bei der richtigen Machzahl und den richtigen Lufteigenschaften zu untersuchen – vom Geschäftsflieger bis zum A380-Großflugzeug. Das bedeutet, dass der Zustand beim späteren Einsatz im Triebwerk realistisch simuliert werden kann.

Ziel ist die Entwicklung umweltfreundlicher und kostengünstiger Flugzeugtriebwerke. Niedersachsens Wirtschaftsminister Rösler sagte: „Die Triebwerksforschung sichert High-Tech-Arbeitsplätze, insbesondere auch in der Region Göttingen.“

Das Land Niedersachsen beteiligt sich an der Finanzierung des 9,5 Millionen Euro teuren Turbinenprüfstandes mit 2,5 Millionen Euro. Rösler hat am Freitag, 12. Juni 2009, im DLR-Standort Göttingen den Förderbescheid an Wörner, überreicht.

Zurzeit betreibt die Abteilung Turbine in Göttingen einen Prüfstand, der 1971 erstmals in Betrieb ging. Industrielle Auftraggeber sind unter anderem die Triebwerkshersteller MTU und Rolls-Royce, Siemens und Honda.

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Im DLR-Standort Göttingen sind 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.