DLR Göttingen testet neues Flügelmodell

© DLR
Text von: redaktion

Um Flugzeuge künftig wirtschaftlicher und umweltfreundlicher zu machen, sind neuartige Triebwerke oder Flügel nötig. Dazu haben die Forscher jetzt einen neuartigen Flügel in einem Göttinger Windkanal untersucht.

Es handelt sich um einen sogenannten Laminarflügel, bei dem die Luft gleichmäßig und enganliegend über fast den gesamten Flügel strömt. Durch den geringeren Luftwiderstand könnte Treibstoff gespart werden.

Doch die Vorteile in der Aerodynamik können unbekannte Auswirkungen mit sich bringen: „Das Schwingungsverhalten eines solchen Flügels in der Luft ist bislang noch nicht erforscht worden“, sagt Ralph Voß vom Göttinger DLR-Institut für Aeroelastik.

Das Flügelmodell wird in dem 50 Meter langen Windkanal von Luft umströmt. Dabei werden Flugbedingungen in der Nähe der Schallgeschwindigkeit simuliert. Sensoren messen dabei die Druckverteilung und auftretende Schwingungen.

Wie eine Fahne im Wind können auch Flügel in der Luft zu schwingen anfangen. Die dabei auftretenden Phänomene untersucht die Wissenschaft der Aeroelastik.

Würden solche Phänomene nicht beachtet, kann es zum sogenannten Flattern kommen: das Flugzeug wird unkontrollierbar und droht abzustürzen.