DLR expandiert und investiert Millionen am Standort Göttingen

© Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Text von: redaktion

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vergrößert seinen Standort Göttingen und investiert mehr als 20 Millionen Euro in Forschung und Infrastruktur.

Unter anderem wird im kommenden Jahr ein Prüfstand fertiggestellt, der zu den leistungsstärksten Testeinrichtungen für Flugzeugturbinen zählen wird. Außerdem ist die Errichtung einer Experimental-Windkraftanlage geplant.

Im Herbst 2012 erwarb das DLR 11.000 Quadratmeter des angrenzenden Max-Planck-Instituts (MPI) für Dynamik und Selbstorganisation. Damit verfügt das DLR Göttingen über eine Gesamtfläche von fast 56.000 Quadratmetern.

Für Kauf und bauliche Sanierung stehen 2,95 Millionen Euro zur Verfügung. „Durch den Kauf ist das DLR quasi an seinen historischen Ursprungsort zurückgekehrt“, sagt Joachim Block, Standortleiter des DLR Göttingen. Unter anderem wurde jenes Gebäude übernommen, in dem sich die Reste des ersten Windkanals Göttinger Bauart befinden.

Dieser 1918 von Ludwig Prandtl errichtete Windkanal ist zum Vorbild für einen Großteil der Windkanäle in aller Welt geworden. In ihm sind viele Untersuchungen zu Grundlagen der Aerodynamik durchgeführt worden. Die aktuelle Vergrößerung des Geländes vom DLR Göttingen war dringend notwendig geworden.

In den vergangenen fünf Jahren ist die Mitarbeiterzahl um mehr als 23 Prozent von 373 auf 460 gestiegen. Da mehrere Großforschungsanlagen neu gebaut worden sind oder sich im Bau befinden, ist der Platz für die DLR-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter eng geworden. Teilweise mussten sie in Büro-Containern untergebracht werden.