Dividendenerhöhung bei Sartorius

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Text von: redaktion

Die Hauptversammlung der Sartorius AG hat am 27. April 2007 in Göttingen beschlossen, eine Dividende in Höhe von 0,62 Euro je Stammaktie und von 0,64 Euro je Vorzugsaktie auszuschütten.

Damit erhöht sich die Dividende zum dritten Mal infolge (Vorjahr: St: 0,50 Euro; Vz: 0,52 Euro). Die Ausschüttungssumme steigt um 23,5 Prozent auf 10,7 Millionen Euro.

Ferner hat die Hauptversammlung den Aufsichtsrat und Vorstand mit großer Mehrheit entlastet.

Mit Ablauf der heutigen Hauptversammlung endete die Amtszeit des bisherigen Aufsichtsrates, der sich aus je sechs Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammensetzt. Die sechs Aktionärsvertreter wurden neu gewählt. Erstmals Mitglied im Kontrollgremium ist Diplomökonom Dr. Lothar Kappich. Kappich ist Mitglied der Geschäftsleitung der ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG in Hamburg. Alle weiteren Mitglieder wurden wiedergewählt. Dies sind Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold Picot (Vorsitz), Dr. Dirk Basting, Prof. Dr. Gerd Krieger, Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. E.h. Heribert Offermanns sowie Dr. Michael Schulenburg. Dr. Erwin Hardt hatte sich aus Altersgründen nicht erneut für die Wahl in den Aufsichtsrat aufstellen lassen. Die Wahlperiode des neuen Aufsichtsrates reicht bis zur Beendigung der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2011.Aus dem Bericht des Vorstandsvorsitzenden In seiner Rede an die Aktionäre bewertete der Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Kreuzburg das Jahr 2006 als ein ereignisreiches und wirtschaftlich äußerst erfolgreiches Jahr. Mit einem Wachstum von 7,6 Prozent und einer Umsatzrendite von 10,0 Prozent (EBIT-Marge) bewege sich Sartorius in neuen Ergebnisdimensionen und habe seinen Spielraum für strategische Maßnahmen deutlich erweitert. „Das Umschalten von Konsolidierung auf Beschleunigung ist uns gelungen“, so Kreuzburg. „Wir haben unser Wachstumstempo, unsere Innovationsrate und die Entwicklungsgeschwindigkeit unserer Organisation deutlich erhöht.“ Neben der Verbesserung der Finanzkennziffern sei mit drei größeren Bauvorhaben in Göttingen, China und Indien zudem kräftig in wettbewerbsfähige Produktions- und Forschungsstrukturen investiert worden, die weiteres Wachstum ermöglichen sollen. Kreuzburg kündigte an, dass Sartorius auch im Jahr 2007 weiter in seine Infrastruktur investieren und den Bereich Forschung & Entwicklung erneut stärken werde.

Einen Schwerpunkt der Ausführungen des Konzernchefs bildete die geplante Zusammenführung der Sartorius Biotechnologiesparte mit dem französischen Biotechnologiezulieferer Stedim Biosystems S. A.. 2007 werde aus strategischer Sicht ein herausragendes Jahr für Sartorius. „Für unsere Biotechnologiesparte markiert die Zusammenführung mit Stedim einen wahren Meilenstein. Wir schaffen einen weltweit führenden Biotechnologiezulieferer mit einem einzigartigen Produktspektrum“, so Kreuzburg „Für den Konzern bedeutet diese Akquisition, dass wir unseren Hauptwachstumstreiber, das Geschäft mit Einwegprodukten für biopharmazeutische Anwendungen, substanziell ausbauen und die Ertragskraft des gesamten Konzerns nachhaltig stärken“. Die Transaktion verlaufe planmäßig und könne voraussichtlich im Sommer 2007 abgeschlossen werden, erläuterte Kreuzburg. Die erforderlichen Zustimmungen verschiedener Kartellbehörden habe Sartorius bereits erhalten und seine Biotechnologiesparte in eigenständige rechtliche Einheiten überführt. „Um die Potenziale unserer bisher größten Unternehmensbeteiligung auch in wirtschaftliche Erfolge umzusetzen, wollen wir Stedim schnell und sorgfältig integrieren und dabei die besten Eigenschaften beider Unternehmen nutzen“, so Kreuzburg.

Sartorius bewege sich aber nicht nur aktuell auf Erfolgskurs, so der Vorstandsvorsitzende bei der Erläuterung der weiteren Konzernziele, sondern biete auch für die Zukunft gute Perspektiven. Bis zum Jahr 2011 habe man konkrete und ambitionierte Ziele formuliert. Inklusive Stedim plant Sartorius, seinen Umsatz um durchschnittlich 11 bis 12 Prozent pro Jahr zu steigern. Die Profitabilität soll weiter steigen.

Für das Jahr 2007 sehen die Ziele ein organisches Wachstum von rund 10 Prozent und eine EBIT-Marge von rund 11 Prozent vor (ohne Stedim). Unter Einbeziehung der Stedim-Transaktion soll sich der Umsatz um 27 bis 30 Prozent erhöhen und die operative EBIT-Marge vor Transaktions- und Integrationskosten von rund 5 bis 10 Millionen Euro auf ca. 12 Prozent erhöhen.