Digitale Steuerprüfung

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Text von: redaktion

Rund 35 Entscheider aus südniedersächsischen Unternehmen kamen am 4. Februar 2010 zu einer Veranstaltung der MOD Gruppe, um sich über die Steuerprüfung zu Zeiten der GdPDU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen) zu informieren.

Das Thema digitale Steuerprüfung ist zur Zeit für viele Unternehmen erstmalig relevant, da aktuell die Jahrgänge seit der GdPDU-Einführung am 1. Januar 2002 geprüft werden.

Der sachliche Umfang der Außenprüfung sei dadurch nicht erweitert worden, erklärte Referent Jörg Bähre, Konzernprüfer beim Finanzamt für Großbetriebsprüfung Hannover.

Schwerpunkte der eigentlichen Prüfung resultieren aus Auffälligkeiten bei der Aktenvorbereitung der Prüfung sowie Standardschwerpunkten wie etwa Abschreibungen und Auslandssachverhalten.

Daraus ergeben sich Prüfungsanfragen an den Steuerpflichtigen.

Bei der Auswertung der zur Verfügung gestellten Daten kann der Prüfer die Spezialsoftware IDEA nutzen. Zusätzlich kommt ganz klassische Tabellenkalkulation zum Einsatz.

Liegen die Daten beim Steuerpflichtigen in ungewöhnlichen Formaten vor, kann er auf externe IT-Fachkräfte zugreifen.

„In der Region Hannover stehen beispielsweise zwei dieser Experten zur Verfügung.“ Kosten für die Datenerhebung trägt grundsätzlich das Unternehmen. Dies können zum Beispiel auch Datenaufbereitungen durch die DATEV sein.

Der Steuerpflichtige hat im Übrigen ein Recht darauf, in einer Schlussbesprechung Stellung beziehen zu können. Vorher muss ihm der Prüfer mitteilen, um welche Punkte es im Wesentlichen geht, damit der Steuerpflichtige sich vorbereiten kann.

„Bestehen Sie darauf, vorab informiert zu werden“, rät Bähre. Der abschließende Prüfungsbericht, in den die zuvor erstellten Feststellungen eingehen, wird schließlich im Veranlagungsfinanzamt steuerlich ausgewertet.

Die MOD Gruppe lädt zweimal jährlich zu Informationsveranstaltungen ein.