Die Summe der vielen Kleinigkeiten

© Alciro Theodoro Da Silva
Text von: Tobias Kintzel

Die Geschäftsführer und Measurement-Valley-Mitglieder Stephan Ferneding, Accurion, und Axel Wegener, dikon, erklären den Nutzen des Netzwerks für ihre Unternehmen.

„Als ich vor drei Jahren bei dikon in meinen neuen Job gestartet bin, ist die Mitgliedschaft im Measurement Valley e.V. ein Türöffner für mich gewesen“, blickt Axel Wegener (Foto, l.) zurück, der mittlerweile seit zweieinhalb Jahren Geschäftsführer der dikon Elektronik & IT GmbH ist. Er habe in dem Netzwerk zügig neue Kontakte auf- und ausbauen können und erlebe, dass sich die Mitgliedsunternehmen untereinander auf eine gewachsene, belastbare Vertrauensbasis verlassen können. „Dieses Vertrauensverhältnis hat uns auch geholfen, als wir unseren neuen Geschäftsbereich IT-Services eingeführt haben“, ergänzt Wegener. „Wir konnten den anderen Mitgliedern unkompliziert bei einer internen Veranstaltung vorstellen, welche Leistungen wir im IT-Umfeld erbringen.“ Schon vorher war dikon mit dem angestammten Geschäft, der Auftragsfertigung von Elektronikbauteilen, konfektionierten Kabeln, bestückten Leiterplatten und kompletten elektronischen Geräten, mit fast allen Mitgliedern geschäftlich verbunden. Die Nähe der einzelnen Measurement-Valley-Mitglieder untereinander ist aus Wegeners Sicht auch der Grund, warum Kooperationen reibungslos funktionieren. „Wir können bei Mitgliedern Labore mitnutzen, Innovationen werden zum Teil unbürokratisch zur Verfügung gestellt, und Austausch erfolgt oft auf dem kurzen Dienstweg und über den direkten Draht zueinander.“

Diese starke Vernetzung und die funktionierende interne Kommunikation sieht auch Stephan Ferneding , Geschäftsführer der Accurion GmbH, die sich als Spezialist für optische Oberflächenanalytik und aktive Schwingungsisolation im Markt positioniert, als den wichtigsten der zwei Hauptgründe für die Measurement-Valley-Mitgliedschaft seines Unternehmens. Der andere ist für ihn die Stärkung der Region durch die Dachmarke: „Measurement Valley ist eine ideale Dachmarke. Sie ist ein großer gemeinsamer Nenner, der die geballte regionale Messtechnik-Kompetenz wiedergibt. Gleichzeitig können wir hier lokal ein Bewusstsein für diese Stärke aufbauen und den Standort für unsere bestehenden sowie künftigen Mitarbeiter interessant machen. Unsere Mitgliedschaft ist daher auch ein Zeichen, dass wir zur Region stehen und diese unterstützen.“ Mindestens genauso wichtig sei, dass in diesem kompetenten Umfeld kritische Kunden seinem Unternehmen mehr zutrauten, da bekannt sei, dass gute Messtechnikprodukte aus Göttingen und der Umgebung kommen.

Unabhängig von der Motivation, aus der ein Unternehmen Mitglied im Measurement Valley ist, sieht Ferneding die Initiative bei jedem einzelnen selbst. „Das ‚Sich-Einbringen‘ ist wichtig. Wer sich nicht engagiert, bekommt von Aktivitäten wenig mit und realisiert keinen Nutzen. Wer sich aber einbringt und auch andere fordert, sieht die vielfältigsten Möglichkeiten: z.B. gemeinsame Problemlösungen, Entwicklungen, Erfahrungsaustausch.“ So hätten es Accurion die Kontakte zur HAWK unter anderem ermöglicht, seit mehreren Jahren gemeinsame Entwicklungsprojekte durchzuführen. dikon-Geschäftsführer Axel Wegener erkennt noch eine andere Aufgabe für Unternehmen, wenn sie von der Mitgliedschaft profitieren wollen: „Sie müssen allen Abteilungen vermitteln, was ein Netzwerk wie Measurement Valley bedeutet, welche Chancen in der Vernetzung liegen. Das ist uns gelungen. Wir entsenden Mitarbeiter aus den Fachabteilungen in die Arbeitsgruppen und sind so auf vielen unterschiedlichen Ebenen optimal mit den anderen Mitgliedern verbunden.“ Stephan Ferneding bringt es auf den Punkt: „Letztlich geht es immer wieder um die persönlichen Kontakte. Measurement Valley ist eine gute Plattform, auf der aktive Menschen aufeinander treffen und etwas bewegen können.“