Die Nachwuchs-Macher

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Text von: redaktion

Im BJU Südniedersachsen treffen sich junge Unternehmer, um aktiv mitzugestalten.

„Man trifft hier ausschließlich Leute, die so ticken wie man selbst!“, erklärt Christoph Langer seine Faszination am Bund Junger Unternehmer (BJU). Man treffe auf positiv denkende Menschen, die sich als Macher verstünden. Der 37-jährige Inhaber der Galerie Nottbohm ist seit Ende November 2005 BJU-Vorsitzender des Regionalkreises Südniedersachsen (faktor 2/2005). Im BJU haben sich bundesweit rund 2 000 junge, selbständige Unternehmer im Alter bis 40 Jahre zusammengeschlossen. Die Hürde, im BJU aufgenommen zu werden, ist hoch: Die Mitglieder müssen mindestens zehn Beschäftigte oder eine Million Euro Jahresumsatz haben. Aber auch Existenzgründer und Freiberufler werden in begrenzter Zahl aufgenommen.„Es ist eine Auszeichnung, Mitglied in diesem kleinen, erlesenen Kreis zu werden“, erläutert Christoph Langer. Die Mitglieder des BJU scheiden nach Vollendung des 40. Lebensjahres aus und sind danach ausschließlich Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU). „Im BJU treffen Jungunternehmer mit gleichen Anliegen, Problemen und Fragen aufeinander“, so Langer. Um den Austausch der rund 40 Mitglieder des Regionalkreises untereinander zu fördern, hat der Vorsitzende im Frühsommer ein festes monatliches Treffen, „BJU only“, ins Leben gerufen. An jedem zweiten Dienstag im Monat vertiefen dort die Jungunternehmer in lockerer Atmosphäre die Kontakte. „Ich genieße es, Menschen mit ähnlichen Interessen und vor allem mit ähnlichen Problemen zu treffen“, erklärt Sebastian Koeppel, Juniorchef von beckers bester.

Gelegentlich schauen bei diesen Treffen auch mal ASU-Mitglieder wie Cord Cassel oder Tillmann Miritz vorbei. Die Idee der Doppelorganisation ASU/BJU schätzt Christoph Langer besonders. „Wir Jungen profitieren von den Erfahrungen und Kontakten der Älteren, und die bekommen frische Ideen von uns.“ Unterstützt wird Langer bei seiner Vorstandsarbeit durch Mark Lindigkeit, Britta Burgholte und Lars Obermann. Viel Hilfe hat der Vorsitzende besonders zu Beginn auch von seinem Vorgänger, sycor-Chef Marko Weinrich, bekommen, der mittlerweile altersbedingt ASU-Mitglied ist. Aus dem monatlichen Kontakt ergeben sich weitere Berührungspunkte. Die Mitglieder wollen wissen, was die anderen machen. So wird Sebastian Koeppel demnächst die Mitglieder zu einer Fabrikführung bei beckers bester in Lütgenrode einladen. Aber auch der Spaßfaktor kommt nicht zu kurz: So planen einige engagierte Mitglieder ein Golfturnier.

Neben diesen regionalen Aktivitäten werden Vorträge und Seminare regional, bundesweit und sogar international angeboten. Man habe die Chance, so Langer,

auf interessante Menschen zu treffen, die man sonst nie kennen lernen würde.

Der BJU hat seit seiner Gründung 1950 das Ziel, im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft das selbständige Unternehmertum zu stärken. „Wir wollen nicht meckern, wenn es zu spät ist, sondern dieses Land aktiv mitgestalten“, sagt Christoph Langer. Das tun die BJU-Mitgliedsunternehmen bereits auf ihre Art: Sie erwirtschaften bundesweit insgesamt einen jährlichen Umsatz von ca. 20 Milliarden Euro und beschäftigen rund 150 000 Mitarbeiter. Bleibt abzuwarten, was die Nachwuchs-Macher leisten, wenn sie erst mal groß sind …

Text: MARCO BÖHME