Die Mittelstadt Göttingen im Fokus

Text von: redaktion

Ein Studienprojekt über das urbane Leben in Göttingen gibt Aufschluss über die Charakteristiken der Mittelstadt. Mit bekannten und weniger bekannten Einblicken.

In ihrem Buch gehen Brigitta Schmidt-Lauber und Astrid Baerwolf dem bisher unerforschten Gebiet der „Mittelstadt“ nach.

Was macht Stadtleben jenseits von Metropole und Kleinstadt aus? Welches Lebensgefühl und Mentalitäten sind damit verbunden?

Nach den sehr ausführlichen wissenschaftlichen Abhandlungen über das Anliegen der Studie, des Inhalts und den Erhebungsmethoden, finden sich Kapitel, die Einblick in die typische Göttinger Lebenswelt geben.

Wie sehr die Stadt von der Universität geprägt ist, warum sie das Image einer „Lehrerstadt“ hat, ob sie kinderfreundlich ist und wie Migranten sie empfinden – die Autorinnen haben unterschiedlichste Themen aufgegriffen, zu denen sie Menschen der Stadt gefragt haben.

Zu den insgesamt zehn Untersuchungsfeldern gehören ebenso Stadtmarketing, Mobilität und Plakatierkultur.

Viel Neues erfährt der Göttinger Leser darin wahrscheinlich nicht, da sich viele typische und bekannte Aussagen über das Leben in der Stadt wieder finden.

Dennoch ist die kompakte Sammlung des Materials aufschlussreich. Eine wissenschaftliche Annäherung an die Charakteristika einer Mittelstadt.

So wie es empirisch typisches Großstadt- oder Dorfleben gibt, werden jedoch die Ergebnisse dieses Studienprojekts kaum auf andere Mittelstädte übertragbar sein – Göttingen ist eben einzigartig.

Das Buch „Fokus Mittelstadt“ ist Band 3 der Reihe „Göttinger kulturwissenschaftliche Studien“ und ist 2009 erschienen bei Schmerse Media, Göttingen, es kostet 22 Euro.