Die Krise hat sich aus dem Staub gemacht

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Text von: redaktion

So das Fazit des Jahres 2010 vom Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Göttingen, Ralf O. H. Kähler. Er gab seinen traditionellen Jahresrückblick auf dem Neujahrsempfang am 3. Januar 2011.

Aufsichtsratsvorsitzender Volker Mallison und Vorstandsvorsitzender Diplom-Betriebswirt Ralf O. H. Kähler freuten sich über 350 gut gelaunte Gäste, vor allem Kunden des Bankhauses sowie Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Seinen schon traditionellen Jahresrückblick begann Kähler mit einem engagierten Plädoyer für Lebensfreude und Zuversicht. Als wichtigstes Fazit, zumindest für die deutsche Wirtschaft 2010, stellte er fest:

„Die Weltwirtschafts- und Finanzmarktkrise hat sich aus dem Staub gemacht. Unser Land wächst in Europa sogar besonders schwungvoll. Nun bestätigt sich, was Optimisten erwartet haben.

So unerbittlich, wie das exportabhängige Deutschland vom globalen Abschwung in die Tiefe gerissen wurde, so stark profitiert es nun von der wieder anspringenden Auslandsnachfrage.“

„Als Wachstumsprimus konnte Deutschland sich vor allem deshalb etablieren, weil es sich eine neue marktwirtschaftliche Flexibilität erarbeitet hat“, so Kähler.

Und weil in Deutschland der Dienstleistungssektor nicht so aufgebläht ist sei Deutschland mit seinen traditionellen Industrien und insbesondere dem breit aufgestellten verarbeitenden Gewerbe, für die neue Qualität der globalen Arbeitsteilung bzw. den weltweiten Wettbewerb gut gerüstet.

Er forderte, dass ökonomisch erfolgreiche Länder wie Deutschland nicht für ihre Wettbewerbsfähigkeit bestraft werden dürften und ergänzte: „Langwieriger, aber weitaus effektiver wären Strukturreformen in den Defizitländern, um auf Unternehmensebene wettbewerbsfähiger zu werden.“

Als ein Paradoxon bezeichnete Kähler den Widerspruch zwischen den positiven wirtschaftlichen Eckdaten Deutschlands und der politischen Stimmungslage der Nation. „Scheinbar zu viel Opposition und Klamauk, statt geräuschloser Regierungsarbeit verschrecken den Bürger“, mutmaßte der pragmatisch orientierte Bankchef.

Nach einem Exkurs zur Weltpolitik wandte er sich der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika zu: „Die deutschen Spieler waren die besten Botschafter und haben das Image Deutschlands in der Welt nachhaltig gefördert.“ Das gelte auch für Sportler aus unserer Region, freute sich Kähler, denn die BG Göttingen gewannen in der Göttinger Lokhalle den Europapokal.

Anschließend lobte der Bankchef auch sein eigenes Team. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern der Volksbank Göttingen eG dafür, dass sie trotz knüppelharter Konkurrenz, wieder „topfit und mit Begeisterung erfolgreich bei der Arbeit waren.“

Bilanzzahlen 2010

Die Bilanzzahlen 2010 zeigen, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Volksbank Göttingen eG im 114. Geschäftsjahr wieder einmal sehr erfreulich verlaufen sei:

Das ordentliche Betriebsergebnis belaufe sich für 2010 auf rund 7 Millionen Euro und läge mit 1,07 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) wieder deutlich über dem Durchschnittswert von 0,93 Prozent der deutschen Kreditgenossenschaften. Die Volksbank Göttingen eG sei deshalb mit ihrer Profitabilität sehr zufrieden.

Auch der mit 5,4 Millionen Euro erzielte Jahresüberschuss vor Steuern ließe das Bankhaus vergnügt und entspannt ins neue Jahr starten.

Das Geschäftsvolumen einschließlich der Kunden-Wertpapierdepots ist im vergangenen Jahr um 18 Millionen Euro auf 872 Millionen Euro gestiegen, während die Bilanzsumme um 13 Millionen Euro auf 700 Millionen Euro zulegen konnte. Treiber waren hier, so Kähler, vor allem die Kundeneinlagen, die um 21 Millionen Euro auf 547 Millionen Euro gestiegen seien.

Das Kundenkreditvolumen konnte durch die Vergabe von rund 1.100 neuen Krediten trotz Tilgungen auf dem Vorjahresniveau von 377 Millionen Euro gehalten werden, unter anderem auch durch die Unterstützung von 15 Existenzgründern.

Am Ende seiner Rede bedankte sich der Vorstandsvorsitzende bei allen Kunden und Geschäftsfreunden herzlichst für das Vertrauen, das sie dem Bankhaus Volksbank Göttingen eG im Jahr 2010 entgegengebracht haben. Ohne sie, so betonte er, hätte das Geschäftsjahr 2010 nicht so erfolgreich abgeschlossen werden können.

Und er versprach: „Unser Bestreben ist es, auch im Jahr 2011 von unseren Kunden als starker und berechenbarer Bankpartner wahrgenommen zu werden, denn an unserem Anspruch hat sich nichts geändert und wird sich selbstverständlich nichts ändern. Unsere Maxime lautet nach wie vor: ‚Qualität vor Quantität‘.“