Dialog-Werkstatt zur Neukundengewinnung

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Text von: redaktion

Rund 50 Teilnehmer kamen am 4. Februar 2010 auf Einladung der WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen zur ersten Dialog-Werkstatt im Rahmen der WIN Dienstleistungsoffensive des Landes Niedersachsen.

Die Veranstaltung in der Volksbank Dransfeld zielte darauf ab, den rund 50 Unternehmern Impulse für strategisches Wachstum und systematische Aktivitäten zur Neukundengewinnung zu geben.

Oliver Liersch, Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, erläuterte bei der Begrüßung der Teilnehmer den Anspruch der Offensive:

Impulse zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Trends geben, die Unternehmen auf künftige Marktentwicklungen einstimmen und zur Entwicklung von Handlungsansätzen und deren Umsetzung im eigenen Unternehmen motivieren.

„Genau diese kleinen Betriebe sind mit die tragenden Säulen unserer regionalen Wirtschaft“, betonte Landrat Rainer Schermann.

In Vorträgen und Diskussionen wurde angeregt, sich zunächst mit den Faktoren einer erfolgreichen Kundengewinnung „vom Aktionismus zur grundlegenden, systematischen und permanenten Unternehmensaufgabe“ zu befassen.

„Eben mal schnell einen Flyer machen, ohne sich vorher genau zu überlegen wer die Kunden sind, hilft nicht weiter“ erläuterte Marketingexperte Klaus Heinemann.

Guido Föbus vom Direktmarketingcenter Kassel der Deutschen Post ergänzte: „Nur wer weiß, mit welchen Argumenten er die Kunden überzeugen, wo bzw. wie er sie erreichen und gezielt ansprechen kann, wird erfolgreich sein.“ Denn täglich wirken durchschnittlich 7000 Werbeimpulse auf einen Konsumenten ein, jedoch nur etwa 120 werden wahrgenommen.

Im Interview mit Stefanie Kleine von der WRG erzählten die Inhaber der Malerwerkstatt Ringeisen und Gartenbaubetrieb Toni Limburg aus ihrer eigenen betrieblichen Praxis.

Die beste Kundengewinnung sei zwar Mund-zu-Mund-Propaganda. Doch auch die Kooperation mit anderen Branchen, um seinen Kunden einen Rund-um-Service zu bieten, hat Toni Limburger neue Kunden gebracht.

Eine weitere Strategie verfolgt Olaf Ringeisen. Die Kunden sollen an ungewöhnlichen Orten auf ihn aufmerksam werden. Warum nicht mal im neu gestalteten Restaurant Visitenkarten auslegen?

Außerdem ist es wichtig, sich auf bestimmte Kompetenzen zu konzentrieren und Nischen zu belegen. Ein Gemischtwarenangebot hilft nicht unbedingt weiter.

Die aus den Impulsreferaten und Diskussionen gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die anschließenden Gesprächsrunden an den Themeninseln.

Teilnehmer und Referenten diskutierten individuelle unternehmensbezogene Fragen und entwickelten Lösungs- und Handlungsansätze für die Praxis.

Die Moderatoren der Dialog-Werkstatt Detlev Barth, Geschäftsführer der WRG, und Stefanie Kleine konnten die zahlreichen Anregungen zusammenfassen und versichern, dass nach dem gelungenen Start die nächste Dialog-Werkstatt bald stattfinden wird.

Ort und Termin werden in den nächsten Wochen festgelegt. Die WRG nimmt unter 0551 9995498-2 bereits jetzt Anmeldungen entgegen.