DFG-Heisenberg-Professur für Göttinger Kardiologen

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Text von: redaktion

Lars S. Maier vom Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen erhält eine besondere Förderung für herausragende Nachwuchswissenschafler durch die Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Maier, Abteilung Kardiologie und Pneumologie, hat den Ruf auf die W2-Heisenberg-Professur für „Kardiovaskuläre experimentelle Elektrophysiologie und Bildgebung“ erhalten und angenommen.

Im Rahmen seiner Professur wird sich Professor Maier besonders mit den Mechanismen bestimmter Proteine im Herzen beschäftigen, die zur Vergrößerung des Herzmuskels (Hypertrophie), zu Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und zu Herzrhythmusstörungen führen können.

Durch die Forschungsarbeit sollen neuartige, klinisch therapeutische Ansätze aufgezeigt werden, die in der Behandlung von kardialer Hypertrophie, Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen vielversprechend erscheinen.

Ein besonderes Interesse liegt dabei in der Untersuchung des kardialen Natrium-Kanals. Mit Hilfe einer neuen Medikamentengruppe kann dieser Kanal in bestimmter Weise beeinflusst werden. „Möglicherweise sind dadurch gestörte Herzfunktionen und Herzrhythmusstörungen für eine größere Patientengruppe behandelbar“, sagt Maier.

Die Heisenberg-Professur wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zunächst für drei Jahre mit rund 300.000 Euro gefördert. Das Förderprogramm ermöglicht es dem Kardiologen und Forscher, sich auf eine wissenschaftliche Leitungsposition vorzubereiten.