Deutschlandweit einmalig

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Text von: redaktion

Experten der operativen Kinderbehandlung gründen Operatives Kinderzentrum (OPKiZ) an der Universitätsmedizin Göttingen.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie befinden sich im Wachstum, haben besondere Krankheiten, benötigen eine kindgerechte Umgebung und drücken Schmerz anders aus als Erwachsene.

Um Kinder und ihre speziellen Erkrankungen noch besser betreuen zu können, haben Experten aus den Bereichen Kinderorthopädie, Kinderneurochirurgie sowie Kinderchirurgie und Kinderurologie der Universitätsmedizin Göttingen das Operative Kinderzentrum (OPKiZ) gegründet.

Der Zusammenschluss von Spezialisten aus operativen kinderspezifischen Fächern in dieser Konstellation ist deutschlandweit einmalig.

Auf einer eigenen, für das neue Zentrum eingerichteten Station betreuen neun Fachärztinnen und Fachärzte der drei Schwerpunktbereiche junge Patienten in einer Kind-, Jugend- und Elterngerechten Umgebung.

Kinderbetreuung operativer Fächer an einem Ort

„Das Ziel des Zusammenschlusses der operativen kinderspezifischen Fachgebiete ist es, eine klare Anlaufstelle für Patienten, Eltern und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte zu schaffen. Durch die Einrichtung einer speziell ausgestatteten Kinder- und Jugendstation für operierte Kinder werden die Kompetenzen auf dem Gebiet der Kinderbehandlung an einem Ort gebündelt“, sagt Anna Hell, Leiterin des Schwerpunktbereichs Kinderorthopädie im Operativen Kinderzentrum (OPKiZ) der Universitätsmedizin Göttingen.

„Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kinderärzten sowie dem Pflegepersonal der Kinderklinik, können wir eine optimale Versorgung der Kinder und Jugendlichen gewährleisten.“

Die drei Hauptdisziplinen des operativen Kinderzentrums sind die Kinderorthopädie (Schwerpunktbereich in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Abteilung Orthopädie) mit Anna Hell als Leiterin, die Kinderneurochirurgie (Schwerpunktbereich in der Klinik für Neurochirurgie) unter der Leitung von Hans-Christoph Ludwig sowie die Kinderchirurgie und Kinderurologie (Schwerpunktbereich in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie), geleitet von Fritz Kahl.

Auch angrenzende Fachgebiete, wie die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie die Augenheilkunde der UMG, arbeiten eng mit dem neuen Operativen Kinderzentrum zusammen.

Bei Bedarf können Experten aller pädiatrischen Fächer der UMG zu Rate gezogen werden.

Die Behandlungsschwerpunkte der Ärztinnen und Ärzte des Operativen Kinderzentrums liegen auf typischen Erkrankungen in den drei Schwerpunktbereichen des Zentrums.

Im Schwerpunktbereich Kinderorthopädie sind dies vor allem angeborene oder erworbene Fehlbildungen des Körpers bei Kindern und Jugendlichen wie Wirbelsäulenverkrümmungen, Klumpfüße, Hüftfehlstellungen oder auch X- und O-Beine.

Im Schwerpunktbereich Kinderneurochirurgie werden überwiegend Gehirn- und Rückenmarkstumore, Fehlbildungen des Kopf- und Gesichtsschädels oder auch der Hydrocephalus, der so genannte ‚Wasserkopf,‘ behandelt.

Im Schwerpunktbereich Kinderchirurgie und Kinderurologie gehören operative Eingriffe bei Harnwegserkrankungen, die Neugeborenen- und Fehlbildungschirurgie, die Bauchchirurgie sowie kleinere ambulante Operationen zum Leistungsspektrum.

Neben diesen häufig auftretenden Erkrankungen deckt das neue Operative Kinderzentrum zusammen mit den angrenzenden pädiatrischen Fächern der UMG das gesamte Spektrum aller kinderspezifischen Krankheitsbilder ab.

OPKIZ erhält 5.000 Euro Spende

Kaum gegründet, erhält das neue Operative Kinderzentrum der UMG bereits erste finanzielle Unterstützung.

Um die Arbeit der beteiligten Schwerpunktbereiche voranzutreiben, spendet die Firma für Medizintechnik Orthovative 5.000 Euro. Das Geld wird verwendet, um die Forschung zur Diagnostik und Therapie der operativen Medizin bei Kindern mit multiplen Fehlbildungen der Wirbelsäule oder dem Spinalkanal und bei abdominellen und urogenitalen Fehlbildungen zu verbessern.