Deutschlands beste Physik-Talente im DLR Göttingen gekürt

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Text von: redaktion

Deutschlands beste Nachwuchsphysiker sind vom 1. bis 7. Februar 2014 am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Göttingen für die Internationale PhysikOlympiade 2014 gegeneinander angetreten.

Die 52 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren hatten sich unter bundesweit 687 Kandidaten qualifiziert. Erstmals seit Jahren waren zwei Schüler aus Göttingen darunter. In Göttingen mussten die Nachwuchstalente ihr Können in theoretischen und experimentellen Klausuren unter Beweis stellen. Die 15 Erstplatzierten treten im April noch einmal gegeneinander an, um die fünf Besten zu ermitteln, die Deutschland im Juli auf der 45. Internationalen PhysikOlympiade in Astana, Kasachstan, vertreten werden.

Neben den Klausuren erwarteten die Kandidaten Seminare, Exkursionen und Einblicke in die Forschungsarbeit am DLR Göttingen. So lernten die Schüler beispielsweise, wie ein Hubschrauber funktioniert, wie man den Auftrieb eines Flugzeuges messen kann, oder sie bauten selbst einen Windkanal.

„Es gibt keinen passenderen Ort für eine PhysikOlympiade als Göttingen“, sagte Joachim Block, Leiter der DLR-Standorte Göttingen und Braunschweig, bei der Siegerehrung mit Blick auf die Göttinger Nobelpreisträger des Faches. Cora Uhlemann, Bundessprecherin der jungen Deutschen Physikalischen Gesellschaft, bezeichnete die Veranstaltung als eine, die „gleichzeitig Begeisterung fördert und Leistung fordert“.

Die Internationale PhysikOlympiade (IPhO) fördert die Interessen und Kenntnisse in Physik besonders begabter Schülerinnen und Schüler und bietet ihnen frühzeitig die Möglichkeit, auf nationaler und internationaler Ebene fachliche Kontakte zu knüpfen. Jedes Teilnehmerland entsendet ein Team aus bis zu fünf Olympioniken, die einzeln in Klausuren antreten. Der jährlich stattfindende vierstufige bundesweite Auswahlwettbewerb wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder und unter finanzieller Unterstützung durch das BMBF koordiniert.

Die Göttinger Schüler, die Zwillinge Björn und Hendrik Müller vom Max-Planck-Gymnasium Göttingen, belegten die Plätze 46 und 36.