Deutsches Primatenzentrum in Göttingen positiv evaluiert

Text von: redaktion

Das Deutsche Primatenzentrum (DPZ) in Göttingen ist international hoch anerkannt und erfüllt seine Aufgaben äußerst erfolgreich. So resümiert der Senat der Leibniz-Gemeinschaft in seiner jetzt veröffentlichten Stellungnahme die Leistungen des DPZ.

Das DPZ wird wie alle Leibniz-Institute aufgrund seiner überregionalen Bedeutung von Bund und Ländern gemeinsam gefördert. Spätestens alle sieben Jahre überprüfen die Geldgeber, ob die Voraussetzungen für die gemeinsame Förderung noch erfüllt sind, ob das Institut also den Qualitätskriterien eines Leibniz-Instituts entspricht. Grundlage für die Überprüfung ist eine unabhängige Evaluierung durch den Senat der Leibniz-Gemeinschaft. Die Bewertung des Instituts erfolgt dabei durch unabhängige, international ausgewiesene Sachverständige, die nicht in Leibniz-Einrichtungen tätig sind. Grundlage der Evaluierung sind schriftliche Unterlagen sowie ein Besuch der Bewertungsgruppe im Institut.

Strategische und überlegte Entwicklung

Dem DPZ wird ein klares Forschungsprofil attestiert, das überzeugend und sehr erfolgreich in den drei Säulen Infektionsforschung, Neurowissenschaften und Organismische Primatenbiologie umgesetzt wird. Es komme mit beeindruckender Qualität seinen Kernaufgaben nach, von der Primatenhaltung und –züchtung bis zur Forschung mit und über Primaten. Die Leistungen des DPZ in Forschung und wissenschaftlichen Dienstleistungen werden überwiegend als ’sehr gut‘ bis ‚exzellent‘ bewertet. Besonders herausgestellt wurde auch der bedeutende Beitrag zum Arten- und Tierschutz im Zusammenhang mit der Forschung an den Feldstationen in den Tropen.

„Wir freuen uns sehr über das positive Ergebnis der Evaluierung“, sagt Stefan Treue, Direktor des DPZ. „Unsere Planungen zur Einrichtung von zwei neuen Abteilungen zu den Themen Altersforschung und funktionelle Bildgebung wurden als schlüssige Weiterentwicklung des Instituts gelobt“, so Treue weiter.

„Wir wurden in unserer strategischen Ausrichtung bestärkt und werden die Empfehlungen des Senats gerne umsetzen“, sagt Michael Lankeit, administrativer Geschäftsführer des DPZ.

Einzigartige Primatenhaltung

Die Primatenhaltung und –zucht des DPZ wurde als zentrale Dienstleistungseinrichtung für die Forschung im In- und Ausland als international einzigartig bewertet. Das DPZ sei gut darauf vorbereitet, die gestiegenen Anforderungen im Tierschutz nachzukommen.

Ausgezeichnete Führung

„Das Institut wird wissenschaftlich und administrativ ausgezeichnet geführt“, lautet es in der Senatsstellungnahme. Insbesondere das Engagement des Direktors Stefan Treue in der politischen Beratung, auch vor dem Hintergrund der Umsetzung der neuen Tierversuchsrichtlinie, wurde lobend erwähnt.